84. Jahrestag der Reichspogrome im November 1938

Zur Erinnerung an die Reichspogrome im November 1938 fanden am 9. November in Peine und Braunschweig Kranzniederlegungen und Gedenkveranstaltungen statt. An beiden Orten legte das IJN Kränze nieder.

In Braunschweig sprachen die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, Renate Wagner-Redding und der Oberbürgermeister Thorsten Kornblum kritsch über aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen und forderten dazu auf, die Erinnerung aufrecht zu erhalten und Verantwortung zu übernehmen. Verantwortung sei ein Versprechen an die Zukunft und das Wissen darüber, was passiert ist und auch wieder passieren könnte. Dies bringt eine notwendige Wachsamkeit mit sich, die hellhörig werden lässt und hilft Phrasen zu erkennen. Oberbürgermeister Kornblum appelierte an die Toleranz und Weltoffenheit der Braunschweiger und Braunschweigerinnen.

In Peine berichtete Bürgermeister Klaus Saemann über das Schicksal der Familie Friedsam, die Opfer der Novemberpogrome wurde. Er rief dazu auf, menschenverachtendes Verhalten nicht zu dulden und gemeinsam den Mut aufzubringen, gegen Ungerechtigkeiten zu kämpfen. Renate Wagner-Redding betonte, dass es immer noch Antisemitismus gibt und dass man nicht aufhören darf, dagegen zu kämpfen.