Jüdische und christliche Intellektuelle in Berlin um 1800

Der Präsident des IJN, Cord-Friedrich Berghahn, hat gemeinsam mit Avi Lifschitz und Conrad Wiedemann ein neues Buch herausgebracht, das eine Konferenz im Jüdischen Museum Berlin von 2016 dokumentiert.

Die jüdische Selbstemanzipation des 18. Jahrhunderts (Haskala) ist in der neueren Aufklärungsforschung zu einem zentralen Thema avanciert. Der vorliegende Band ergänzt das komplexe Bild dieses Umbruchs um einen in der Regel unterschätzten Aspekt – nämlich die um 1800 reich dokumentierte Symbiose zwischen jüdischen und christlichen Intellektuellen der Stadt.

Weitere Informationen zum Inhalt und zur Verfügbarkeit des Buches finden Sie hier.

Jüdische Kulturtage 2021

Sind Sie dabei?

Das Israel Jacobson Netzwerk initiiert 2021 zum zweiten Mal Jüdische Kulturtage in der Region. Als diesjähriger Hauptausrichter der Veranstaltungsreihe konnte die Stadt Helmstedt gewonnen werden. Das gewählte Jahresthema lautet: „grenzenlos“. Am Beispiel von David Wegmann aus Helmstedt soll das Thema der jüdischen Einwanderung aus Osteuropa in unsere Region in den Blick genommen werden.

Weitere Informationen zu den Jüdischen Kulturtagen 2021 und wie Sie sich mit einem eigenen Programmpunkt beteiligen können erfahren Sie auf der aktualisierten Unterseite „Jüdische Kulturtage“.

Paul Celan ONLINE – „Alles ist unvergessen…“

Eine szenische Lesung zu den Werken von Paul Celan. 

Kein Dichter hat die deutschsprachige Lyrik nach 1945 so stark beeinflusst wie Paul Celan. Am 23. November 2020 jährte sich sein 100. Geburtstag. Grund genug, an ihn in der Reihe „Deutsche Jüdische Dichter“ zu erinnern. Die Jüdische Gemeinde Braunschweig und das Dominikanerkloster St. Albertus Magnus veranstalteten zu diesem Anlass eine szenische Lesung zu den Werken von Paul Celan.

Die Veranstaltung wird bis 31. Juli 2021 als Video bereitgestellt.
Lesung
Bernd Reheuser, Köln
Musik
Ellen Maria Kienhorst MCA (Cello)
Gedichtauswahl und Kommentare
P. Wolfgang Stickler OP

1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland – Zahlreiche Projekte auch in Niedersachsen

In einer Pressemitteilung hebt der Antisemitismusbeauftragte des Landes, Franz Rainer Enste, hervor, dass sich Niedersachsen in Form von über 30 Projekten mit mehreren hundert hochkarätigen und vielseitigen Diskussions-, Konzert-, Ausstellungs- und anderen Veranstaltungen beteiligen werde.

Enste: „In allen Teilen unseres Landes haben ganz viele Menschen mit einem bewundernswerten Engagement und einem geradezu unerschöpflichen Gedankenreichtum Ideen entwickelt, um mit ganz unterschiedlichen Vorhaben den Grundgedanken zu verdeutlichen, dass das Judentum seit 1700 Jahren Teil unserer gemeinsamen deutschen Kultur ist. Die Gesamtheit aller Projekte führt uns vor Augen, dass Menschen jüdischen Glaubens schon immer die Kultur unseres Landes bereichert haben und dass sie ganz einfach willkommene Nachbarinnen und Nachbarn (und keineswegs irgendwie anders) sind. Und außerdem machen die Projekte in ihrer Gesamtheit deutlich, dass ein modernes und vielseitiges deutsches Judentum Ausdruck und Gradmesser des positiven Entwicklungsstandes der deutschen Gesellschaft und unseres Bundeslandes ist. Das ist ein sehr gutes Zeichen!“

Zu den finanziell geförderten Projekten gehören bis jetzt in jedem Fall:

  • Sportsammlung Saloga e.V. (Springe): „1700Tore“. Jugendliche verschiedener Religionszugehörigkeit arbeiten u.a. im Kunstworkshop: „Für Vielfalt, Demokratie und Toleranz – gegen Ausgrenzung und Rassismus“.
  • Global Partnership Hannover e.V. (Hannover): Bausteine zur Gestaltung und Verbreitung der Europäischen Route des Jüdischen Kulturerbes. Das Projekt initiiert eine Route durch Deutschland ausgehend von Hannover.
  • Siegmund Seligmann Gesellschaft (Hannover): Villa Seligmann 2021 – Eine bedeutende Stätte jüdischer Kultur in Deutschland. Die begonnene Neuausrichtung setzt u.a. einen Schwerpunkt auf die Einbeziehung der jungen Generation.
  • Ländliche Akademie Krummhörn-Hinte e.V., LAK (Krummhörn-Hinte): „Der Hoffnung verpflichtet“ als LAK Theaterprojekt. Inhaltlich zeigt es das Wirken des jüdischen Widerstandskämpfers Max Windmüller.
  • Bet Tfila – Forschungsstelle für jüdische Architektur in Europa (Braunschweig): Von Braunschweig in die Welt – Galka Scheyer und die Moderne Kunst. Die 1889 geborene Kunsthändlerin und –sammlerin Galka Scheyer aus Braunschweig, Geschichte einer selbstbestimmten, modernen Frau und Jüdin.
  • Niedersächsische Staatstheater Hannover GmbH (Hannover): 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland: Koexistenz und Assimilation. 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland wird auch die Staatsoper Hannover gemeinsam mit der Villa Seligmann feiern, im Mittelpunkt steht die Festveranstaltungen „Assimilation und Koexistenz“.
  • Concerto Foscari (Hannover): Jüdische Musik an (vorwiegend) jüdischen Orten. Hier wird die Entwicklung der jüdischen Musik im deutschen und europäischen Raum und die Vielschichtigkeit der Kompositionen beleuchtet und in diverse Kontexte gesetzt.
  • Bischöfliches Generalvikariat Osnabrück (Osnabrück): Kampagne „jüdisch beziehungsweise christlich“ – 12 Monate – 12 Feste – 12 Mal „Näher als Du denkst“. Ziel: die Beziehung des Christentums zum Judentum und aktuell gelebte jüdische Praxis zu entdecken: Anhand von Monatsplakaten, die in Schaukästen von Kirchen und an Schwarzen Brettern ausgehängt werden und vielfältigen Veranstaltungen. Die Kampagne wird von allen Kirchen in Niedersachsen umgesetzt.
  • Gemeinnützige Stiftung Kreissparkasse Syke (Syke): „auf ins KAFF כפר“. Das Projekt „auf ins KAFF כפר“ setzt sich mit der Geschichte der jüdischen Gemeinden in Syke und im niedersächsischen Landkreis Diepholz auseinander.
  • Landkreis Leer (Leer): „Ich packe meine Koffer …“. Auguste Moses-Nussbaum ist in Ostfriesland als jüdisches Mädchen aufgewachsen, von den Eltern getrennt in den Niederlanden versteckt worden und nach der Befreiung nach Palästina eingewandert.
  • Stadt Oldenburg (Oldenburg): „Jüdisches Leben in Oldenburg“. Ein Ausstellungsprojekt als erstmalige Kooperation des Kulturbüros der Stadt Oldb, der jüdischen Gemeinde zu Oldb, des Stadtmuseums Oldb sowie des Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte.
  • Stadt Seesen (Seesen): Jacobson-Stadt Seesen. Entdecke den Ursprungsort des modernen Judentums. Die Keimzelle des modernen weltweiten Judentums liegt in Seesen. Im Mittelpunkt dieser Maßnahmen soll ein informatives Wegeleitsystem zu jüdischen Orten stehen.
  • KulturTrif(f)t e. V. (Celle): Jüdisches Leben in Celle, darin folgende Schwerpunkte: Thematische Synagogenführungen, Ausstellung „Jüdisches Leben in Celle nach 1945“, Konzert des Ensemble Cannelle um die Sängerin Karolina Trybala, Leipzig, Gesangsworkshops und „Geschichten gegen den Hass“.
  • Israel Jacobson Gesellschaft e.V. (Hannover): Jewish Life. Alon Sariel (Mandoline) und Boris Kusnezow (Klavier) öffnen mit „Jewish Life“ eine Tür zu fast vergessenen Namen der Musikgeschichte.
  • Forum Juden-Christen Altkreis Lingen e.V. (Lingen): Bernhard Grünberg – Allein in die Freiheit. Biografieprojekt zu Bernhard Grünberg. Wie ein emsländischer Junge Hitler überlebte.
  • Kulturverbund Friesland/Zweckverband Schlossmuseum Jever (Friesland): „Jüdisches Leben in Friesland“ erinnert an mehr als 300 Jahre jüdisches Leben im heutigen Landkreis Friesland. Jever, Varel und Neustadtgödens waren drei jüdische Stadtgemeinden.
  • Museumsquartier Osnabrück (Osnabrück): Jiddische Klangperspektiven. Berührend wie inspirierend bringen fünf Erzähl-Konzerte jiddische Kultur nahe.
  • Bet Tfila – Forschungsstelle für jüdische Architektur in Europa (Braunschweig): Aus dem Hinterhof ins Licht – Synagogen in Deutschland. Die Entwicklung des jüdischen Gebetsraumes vom Beginn der Neuzeit bis heute erleben.
  • Dommuseum Hildesheim (Hildesheim): „Mysteria Paschalia – Eine alternative Passion“ ist ein Konzertprogramm des Dialogs zwischen Pessach und Ostern.
  • Max-Windmüller-Gesellschaft Emden (Emden): „Phantastische Wattwanderung – Amalie auf Norderney“ von Ricardo Fuhrmann und Daniel Jelin, zwei renommierten jüdischen Künstlern aus Ostfriesland.

 

Folgende Vorhaben unterstützen das Gesamtprojekt „unter dem Dach des Festjahres“ in Gestalt einer ebenfalls sehr wichtigen ideellen Förderung:

  • Jüdisches Leben im Deutschen Reich bis 1945 – eine genealogische Datenbank (Ingo Paul, Ritterhude).
  • Jüdische Gemeinde zu Oldenburg (Oldenburg): Jüdisches Leben in Oldenburg gestern, heute und in Zukunft.
  • Städtisches Museum Göttingen (Göttingen): Gestickte Pracht & Gemalte Welt. Die Tora-Wimpel Sammlung im Städtischen Museum Göttingen zeigt 18 Tora-Wimpel einer überregional bedeutsamen Sammlung aus dem 17.- 19. Jh. Der Bestand ist nachweislich bis 1917 in das Museum gekommen.
  • Israel Jacobson Netzwerk (Braunschweig/Seesen): Die crossmediale Inszenierung des Jacobstempels in Seesen. Durch Crossmediale Inszenierung (XR), Gamification, Storytelling und Social Media wird der Jacobstempel in Seesen rekonstruiert. 2021 wird die App kostenlos für Nutzer weltweit wie auch für Besucher vor Ort über Smartphone und Tablet verfügbar sein.
  • Heimat- und Geschichtsverein Heinade, Hellental, Merxhausen (Heinade): „Auf Spurensuche: Familie Rothschild in Merxhausen.“ Die Familie Rothschild beeindruckte nicht nur durch erfolgreiche unternehmerische Tätigkeiten, sondern prägte auch das jüdische Leben in der Region.
  • Heimat- und Geschichtsverein Heinade, Hellental, Merxhausen (Heinade): „Haus des Lebens, der jüdische Friedhof in Merxhausen.“ Am Südhang des Heukenbergs bei Merxhausen im Sollingvorland, nahe der alten Einbecker Heerstraße, liegt der jüdische Friedhof, den es zu entdecken gilt.

Zahlreiche weitere Projekte haben hochinteressante Konzepte entwickelt, um den Grundgedanken des Festjahres zu fördern. Über eine finanzielle Unterstützung wird in Kürze entschieden.

Franz Rainer Enste dazu: „Es bietet sich uns gerade jetzt die einmalige Chance, jüdische Kultur in ihrer ganzen Vielseitigkeit und reichen Bedeutung zwischen Harz und Heide und Ems und Elbe zu erleben und zu zeigen, dass jüdisches Leben in unserem Land völlig selbstverständlich dazugehört. Auch die in Bezug auf eine finanzielle Unterstützung noch in Bearbeitung befindlichen Projekte leisten dazu einen geradezu unschätzbaren Beitrag. Ein positiver Bewilligungsbescheid wäre daher gewiss wünschenswert. Verdient hätten die Beteiligten es allemal.“

Shared History Projekt – 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

Das Shared History Pojekt ist Teil des Jubiläumsjahres zu „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“. Es erzählt anhand von 58 Objekten die Geschichte von Jüdinnen und Juden in Mitteleuropa und zeigt die enge Verflechtung jüdischer Geschichte mit den Menschen, Regionen und Ländern des Raums. Im Verlaufe des Jubiläumsjahres 2021 wird wöchentlich ein neues Objekt enthüllt.

Wir freuen uns besonders über das 17. Objekt, das am 25. April 2021 enthüllt wird. Hierbei handelt es sich um die barocke Inneneinrichtung der Hornburger Synagoge. Dieses besondere Objekt gehört seit 1922 zu der historisch bedeutenden Judaica-Sammlung des Braunschweigischen Landesmuseums und ist in Norddeutschland einzigartig.

Auf der Homepage des Projektes können Sie mehr Informationen zu diesem und den anderen Objekten einholen und einen Newsletter abonnieren, falls Sie über Termine informiert werden und mehr über weitere Objekte erfahren möchten.

Gedenkstunde im Deutschen Bundestag vom 27.01.2021

In einer Gedenkstunde am 27. Januar 2021 im Deutschen Bundestag wurde der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Als Gastrednerinnen wurden die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h. c. Charlotte Knobloch, und die Publizistin Marina Weisband eingeladen. In ihren eindrucksvollen Reden berichten sie über ihre Perspektive auf den Holocaust und jüdisches Leben in Deutschland.

Beide Reden können in der Mediathek des Deutschen Bundestages angeschaut werden oder über die unten angeführten Links.

Beitrag bei „Hallo Niedersachsen“

Wir freuen uns über einen gelungenen Beitrag vom 24. Januar 2021 in der Sendung "Hallo Niedersachsen" im NDR. In einem 4-minütigen Clip wurde das XR-Projekt vorgestellt und erläutert welche Bedeutung es für Seesen und die gesamte Region hat. Die gesamte Sendung sowie der Beitrag sind in der Mediathek von "Hallo Niedersachsen" zu finden.

Jahresrückblick 2020

Neuer Vorstand gewählt

In der 9. ordentlichen Mitgliederversammlung am 24. November 2020 wurde durch die Mitglieder des IJN ein neuer Vorstand gewählt. Als neuer Präsident des Vereins wird nun Prof. Dr. Cord-Friedrich Berghahn fungieren. Als stellvertretender Präsident bleibt Erik Homann bestehen. Das Amt der Schatzmeisterin bekleidet neu Dr. Katrin Keßler. Des Weiteren wurden fünf Beigeordnete gewählt: PD Dr.-Ing Ulrich Knufinke, Andreas Memmert, Dr. Jörg Munzel, Dr. Heike Pöppelmann und Renate Wagner-Redding.

 

2. erweiterte Auflage der Landkarte veröffentlicht

Die 2. erweiterte Auflage der Landkarte bietet einen Überblick über jüdisches Leben in Vergangenheit und Gegenwart in der Region zwischen Harz und Heide, von Hannover bis Helmstedt, von Wolfsburg bis Göttingen, von Celle bis Halberstadt. In mehr als 60 Einträgen werden die jeweiligen Bauwerke, Standorte bzw. Objekte kurz vorgestellt. Die notwendigen Informationen für eine Besichtigung (wie Adresse, Zugänglichkeit, Öffnungszeiten) sind hier ebenfalls zu finden. Die beschriebenen Orte reichen von jüdischen Friedhöfen, ehemaligen Synagogen, ausgewählten Wohn- und Geschäftshäusern bis hin zu heute bestehenden Museen und Gedenkorten. Die Landkarte ist über die Geschäftsstelle des IJN in gedruckter Form erhältlich. Außerdem ist sie zum kostenfreien Download als PDF verfügbar.
Erstmals kann die Landkarte über die Homepage des IJN auch interaktiv genutzt werden. Hier können die einzelnen Einträge auf der Karte direkt angeklickt werden, um grundlegende Informationen über den Ort und die Details für eine Besichtigung zu erhalten. Zusätzlich besteht die Möglichkeit sich die Fahrtroute berechnen zu lassen.

 

1. Jüdische Kulturtage 2020

Die 1. Jüdischen Kulturtage zwischen Harz und Heide konnten in diesem Jahr mit der Stadt Braunschweig als Hauptausrichterin und dem Jahresthema „Max Jüdel – ein jüdischer Industrieller und Mäzen“ erfolgreich durchgeführt werden. Die beteiligten Veranstalter/innen zeigten viel Kreativität in der Gestaltung ihrer Angebote, so dass trotz der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Maßnahmen rund 50 Events in der gesamten Region das Programm füllten. Es ergab sich eine Mischung aus Online- und Präsenzveranstaltungen. Einige der Online-Angebote sind weiterhin auf unserem YouTube-Kanal zu sehen. Das IJN ist überaus zufrieden mit der Vielfalt des Programms, der Resonanz des Publikums und der Sichtbarmachung durch die Medien. Wir freuen uns auf die nächsten Jüdischen Kulturtage, die im Jahr 2021 mit einem neuen Gastgeber und unter einem neuen Jahresthema ausgerichtet werden.

 

„Erinnerung Aufpolieren“. Regionaler Putztag von Stolpersteinen 2020

Sichtbare Zeichen der Erinnerung gegen Antisemitismus und gegen Menschenhass zu setzen, ist in Zeiten der Corona-Pandemie notwendig. Der erste regionale Putztag von Stolpersteinen zwischen Harz und Heide fand in den Tagen um den 9. November 2020 statt. Jung und Alt, Gruppen und Einzelpersonen haben Stolpersteine geputzt. Die Biografien der Menschen, für welche die Steine verlegt worden sind, wurden erzählt. Schülerinnen und Schüler haben Videobeiträge erstellt, Fotografien wurden gemacht, Interviews geführt. Die beeindruckenden Ergebnisse der lokalen Initiativen sind in zwei Videos auf dem YouTube-Kanal des IJN für jedermann im Sinne des Mottos „Erinnerung Aufpolieren“ sichtbar geworden.
Auch im kommenden Jahr soll es wieder einen regionalen Putztag geben. Weitere Informationen zum Arbeitskreis der Stolpersteininitiativen zwischen Harz und Heide sind auf der Homepage des IJN zu finden: https://ij-n.de/aktivitaeten/stolpersteine/

 

Das IJN & soziale Medien

Das IJN hat im Jahr 2020 zwei Kanäle auf sozialen Medien eröffnet. Im Rahmen der Jüdischen Kulturtage wurde ein YouTube-Kanal eingerichtet, so dass Online-Angebote hier verfolgt werden konnten. Neben den Videos zu den Kulturtagen sind einige weitere wertvolle Beiträge veröffentlicht worden. Auch im kommenden Jahr sollen weitere Videos über den YouTube-Kanal erscheinen. Das Angebot wird sehr gut angenommen.

Seit August 2020 ist das IJN auch auf Instagram aktiv. Auf dem Instagram-Profil des IJN werden Nutzer der Plattform regelmäßig über aktuelle Projekte, Veranstaltungen und andere interessante Neuigkeiten informiert.

 

XR-Projekt „Operation Legendär“

Das XR-Projekt in Seesen, das die IJN-Region als Ursprungsregion des modernen Judentums in den Fokus rückt, ist zum 1. März 2020 gestartet. Ziel des Projekts ist die Veröffentlichung einer App, die eine virtuelle Rekonstruktion der ursprünglichen Gegebenheiten beinhalten und durch vorher erstellte Figuren geführte, interaktive Erfahrung bieten soll. Das Projekt besticht durch seine innovative und moderne Form. Es wird als ein niedersächsischer Beitrag (außerhalb der Förderung) für das Jubiläumsjahr 1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland beim Kölner Verein, der das Jubiläumsjahr 2021 koordiniert, eingereicht. Bis zum Projektende im Februar 2021 ist noch letzte inhaltliche und gestalterische Feinarbeit zu leisten. Sie dürfen gespannt sein! Wir informieren Sie gerne, wenn die App verfügbar ist.

 

Dank

Wir danken Ihnen, unseren Mitgliedern und Partner, für die gute und kollegiale Zusammenarbeit. Der Vorstand und die Geschäftsstelle des IJN freuen sich auf die gemeinsamen Projekte und den Informationsaustausch mit Ihnen im Neuen Jahr. Das kommende Jahr wird ein besonderes werden, da wir bundesweit 1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland feiern dürfen. Wir blicken in freudiger Erwartung auf 2021!

Bucharisch-Jüdisches Zentrum baut Mikwe in Hannover

Das Jüdisch-Bucharisch-Sefardische Zentrum Deutschland e. V. in Hannover wurde 2002 gegründet und ist seitdem ein fester Bestandteil des städtischen und religiösen Lebens von Hannover. Nun freuen sie sich über den Start ihres neusten Projekts: der Bau einer Mikwe.
Zusätzlich wird ein neuer Veranstaltungsraum entstehen, der für alle Feierlichkeiten genutzt werden kann. Der Bau der Mikwe ist nicht nur ein Beispiel für die Diversität jüdischen Lebens in unserer Region, sondern auch für ganz Deutschland. Diese Mikwe wird die einzige Mikwe der Region sein, koscher für alle Traditionen des Judentums.

Die Gemeinde hofft darauf, dass sie das neue Bauwerk im Sommer 2021 feierlich eröffnen kann.