Die mobile Sukka im DLF

Am 27. August 2021 berichtete der Deutschlandfunk in der Sendung „Schalom“ über die mobile Sukka, die im Rahmen der Jüdischen Kulturtage 2021 am 12. und 13. August auf dem Herzogin-Anna-Amalia-Platz in Braunschweig zu sehen war. Den ganzen Beitrag gibt es hier zum Nachhören.

Am 1. und 2. September ist die mobile Sukka am Platz vor der Gemeinde St. Katharinen in Braunschweig aufgestellt. Weitere Infos und wer zu Gast sein wird, finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.

Wundertüten für die Sukka

Die Künstlerin Jael Benar baut im Rahmen der Jüdischen Kulturtage eine Sukka (jüdische Laubhütte). Diese Sukka dient während der Jüdischen Kulturtage als mobile Bühne. Zu Gast haben wir verschiedene Vertreterinnen und Vertreter der jüdischen Gemeinschaft. Das Panel der Gäste ist divers, denn wir haben viele Fragen und viel zu erzählen. Das Open-Air Angebot ist Teil der Jüdischen Kulturtage zwischen Harz und Heide, die von Mitte August bis Mitte September vom Israel Jacobson Netzwerk kuratiert werden. Weitere Infos unter: https://ij-n.de/events/

Gesamtprogramm der Jüdischen Kulturtage 2021 veröffentlicht

Das Gesamtprogramm zu den Jüdischen Kulturtagen 2021 wurde in digitaler Form zusammengestellt und kann hier kostenlos herunterladen werden.

Seien Sie gespannt auf viele verschiedene Veranstaltungen in der gesamten Region; von diversen geführten Fahrradtouren, über ein Open-Air mit zwei israelischen DJs, bis hin zu Ausstellungen, Vorträgen und Konzerten bieten die Kulturtage Möglichkeiten zum Entdecken, Diskutieren und Feiern. Kommen Sie zahlreich und leiten Sie das Programm gerne weiter!

Aufgrund von Corona haben wir uns auch dieses Jahr dagegen entschieden, das Programm drucken zu lassen. Bitte beachten Sie deshalb eventuelle Änderungen in unserem Veranstaltungskalender.

Alexander Iskin erhält Förderung der Pollock-Krasner Foundation

Der Künstler Alexander Iskin war mit seiner Ausstellung „Die Ursache liegt in der Zukunft“ im Mönchehausmuseum Goslar teil der 1. regionalen Jüdischen Kulturtage. Die virtuellen Rundgang durch seine Ausstellung finden Sie hier.

Nun ist Alexander Iskin einer der glücklichen 137 Künstler, denen eine Förderung der Pollock-Krasner Foundation zuteil wird. Mit dieser Unterstützung wird es Iskin, der zu den bekanntesten Gegenwartskünstlern zählt, möglich sein, für ein Jahr in New York zu leben und zu arbeiten.

Das Israel Jacobson Netzwerk gratuliert herzlich!

Andor Izsák erhält Bundesverdienstkreuz – Landesbeauftragter gratuliert

Andor Izsák

Aus Anlass der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes der 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland an Andor Izsák durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gratuliert der Niedersächsische Landesbeauftragte gegen Antisemitismus und für den Schutz jüdischen Lebens, Franz Rainer Enste, wie folgt:

„Die jetzt erfolgte Ehrung von Andor Izsák ist die nur allzu verdiente Würdigung einer einzigartigen Lebensleistung. Denn er hat mit der Gründung des Europäischen Zentrums für Jüdische Musik, vor allem aber mit der Villa Seligmann, ein geradezu beispielgebendes Bindeglied zwischen dem Gedenken an das unendlich Leidvolle der Vergangenheit und der Hoffnung auf die Möglichkeit eines friedlichen Miteinander von Menschen unterschiedlicher Kulturen und Religionen geschaffen. Auf diese Weise ist es ihm gelungen, längst verschollen geglaubter jüdischer Musik die entsprechend notwendige wissenschaftliche Aufmerksamkeit zu schenken sowie einen unvergleichlichen Ort der zwischenmenschlichen Begegnung und Verständigung sowie der Pflege eines gegenseitigen Respekts über die Landesgrenzen von Niedersachsen hinaus mit Leben zu erfüllen.

Andor Izsák hat den ungeheuren Schatz der im „Kulturbruch“ der Nazi-Zeit beinahe zerstörten oder verlorengegangenen synagogalen Musik durch ein unermüdlich rastloses Sammeln von Noten und Orgeln gehoben. Er hat der jüdischen Kultur und der Vision einer Grenzen überwindenden Menschlichkeit ein Zuhause gegeben. Der herausragende Erfolg seines Wirkens gründet sich dabei auch auf seinen unnachahmlichen Qualitäten als begnadeter Moderator, humorvoller Entertainer und unnachahmlich spannender Erzähler sowie als stets liebenswürdig umgarnender, charmant die Herzen anderer gewinnender und immer wieder nachhaltig begeisterungsfähiger Sympathieträger.“

Neuer Internetauftritt

Mit dem ersten Internetauftritt hofft der Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen, seiner Gemeinde ein neues und innovatives Forum bieten zu können. Der Internetauftritt soll damit auch ein Zeichen setzen, dass der Landesverband im Wachstum begriffen ist. Viele Anwendungsmöglichkeiten sollen alle Mitglieder dazu anregen, sich aktiv an allen Veranstaltungen und Terminen zu beteiligen, um somit der Jüdischen Gemeinde zu einem richtigen Gemeindeleben zu verhelfen.

Große Schule in Wolfenbüttel gewinnt Sally-Perel-Preis 2021

Der Sally-Perel-Preis wurde 2013 durch die Werkleitung und den Betriebsrat des Braunschweiger Volkswagenwerks ins Leben gerufen. Durch diesen Preis sollen junge Menschen ausgezeichnet werden, die sich für einen respektvollen Umgang einsetzen. In diesem Jahr wurde der Religionskurs des 11. (jetzt 12.) Jahrgangs des Gymnasiums Große Schule in Wolfenbüttel auf den ersten Platz gewählt. Den zweiten Platz belegt die Volkswagen Akademie in Braunschweig und auf dem dritten Platz landete die Sally-Perel-Gesamtschule in Braunschweig.

Das Preisgeld von 500 Euro, das die Schüler und Schülerinnen für den ersten Platz bekommen haben, werden sie an das Israel Jacobson Netzwerk weitergeben. Im Rahmen der Ausstellung „Gekommen, um zu bleiben. Jüdische Migranten aus Osteuropa im Braunschweiger Land“ des Arbeitskreises Andere Geschichte in Kooperation mit dem IJN wurde das Schulprojekt der Großen Schule eingebunden.
Zeitlich parallel zur Ausstellung im Landesarchiv Wolfenbüttel wurde das Ergebnis des Schülerprojektes der Großen Schule in Kooperation mit dem Kulturstadtverein Wolfenbüttel präsentiert. Die Religionsklasse (Jg. 11) begab sich auf die Spuren ehemaliger jüdischer Schüler ihrer Schule. In Text und Bild wurden Leben und Werk von Leopold Zunz – dem Begründer der Wissenschaft des Judentums – und von dem in Wolfenbüttel geborenen und aufgewachsenen deutsch-jüdischen Lyriker Joachim Esberg im Kontext der Zeitumstände behandelt und ausgestellt.

Schülerstreich als Extended Reality App.

(27.04.2021)

Neue Perspektiven auf die deutsch-jüdische Geschichte.

Schüler der Jacobsonschule Seesen am Harz hecken einen Streich aus, der die Schule auf der ganzen Welt bekannt machen soll: Die OPERATION LEGENDÄR. Ihr Abenteuer führt sie quer durch die Schule über das Dach der Synagoge in die Höhle des Löwen, das Haus des Direktors!

Im Stil einer interaktiven Graphic Novel wird mithilfe modernster Technologie ein wichtiger Aspekt der deutsch-jüdischen Geschichte wiederentdeckt. Der Reformer und Rabbiner Israel Jacobson gründete in der kleinen Stadt Seesen eine bedeutende Reformschule für jüdische und christliche Schüler und die erste Reformsynagoge der Welt; ein Ursprungsort des modernen Judentums. Doch bisher ist die Bedeutung dieser „jüdischen Renaissance von welthistorischem Ausmaß“ (Heinrich Graetz, jüd. Historiker) nahezu unbekannt. Das will ein Projekt des Israel Jacobson Netzwerks ändern. Durch die Anwendung von Extended Reality wird diese Geschichte in neuer Form per App auf dem Smartphone oder Tablet auf spielerische Weise erlebbar - nicht nur für Kinder und Jugendliche!

Die nächste Generation erreichen
Dr. Jörg Munzel, Projektleiter und Vorstand des IJN, führt aus: „Wir möchten eine neue Perspektive auf die deutsch-jüdische Geschichte öffnen und die nächste Generation mitnehmen. Gerade für jüngere Menschen sind digitale Zugänge unabdingbar. Sie sind über traditionelle Angebote kaum noch zu erreichen. Durch unsere App wird ein neues Format moderner Wissensvermittlung entwickelt. Dabei interagieren reale und digitale Welt, reale und digitale Personen in neuer Weise miteinander. Das kann und soll auch großen Spaß machen. Die App OPERATION LEGENDÄR kann ab sofort für Nutzer kostenlos über alle Appstores auf das eigene Smartphone oder Tablet abgerufen werden.

Die App OPERATION LEGENDÄR, die heute von den Experten des Israel Jacobson Netzwerkes in der Landesvertretung Niedersachsen in Berlin präsentiert wurde, ist ein Pilotprojekt im Rahmen des Festjahres 2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland. Bewusst wurden neue Wege gewählt, um Stereotypen von Juden in Deutschland aufzubrechen. Ein Team von Judaisten und Historikern des IJN gewährleistet die fachliche Genauigkeit der transportierten Inhalte. Eva Lezzi, die bekannte jüdische Kinderbuchautorin, beriet bei der kindergerechten Formulierung des Textes.

Dr. Felix Klein, Antisemitismusbeauftragter der Bundesregierung und einer der Förderer des Projekts, erörtert: „Jüdisches Leben bekannter zu machen und dabei insbesondere junge Menschen zu erreichen – das ist aus meiner Sicht eine der wichtigsten gesellschaftlichen Aufgaben der kommenden Jahre. Denn die junge Generation wird unsere gemeinsame Zukunft gestalten, weiß in großen Teilen jedoch nur wenig über jüdischen Alltag, jüdische Religion und Kultur. Dieses Unwissen ist ein Nährboden für Ressentiments, es macht empfänglich für Vorurteile und Verschwörungstheorien. Das Projekt zur virtuellen Rekonstruktion des Jacobstempels spricht mit seinem innovativen Vermittlungskonzept ganz gezielt junge Menschen an und bietet ihnen die Möglichkeit, sich nicht nur eigenständig ein wichtiges Kapitel der jüdischen Geschichte zu erschließen, sondern auch die Ideen des modernen Judentums kennenzulernen. Ich bin sehr gespannt darauf, wie die vom Projektteam des Israel Jacobson Netzwerks entwickelte App sich in der Praxis bewähren wird und davon überzeugt, dass viele Menschen dieses tolle Angebot nutzen werden, sich mit jüdischer Geschichte und Gegenwart zu beschäftigen.“

Ein Spiel, das lehrt
Im Projekt dient die Technologie der Geschichte. Authentizität gewährleisten Originalquellen. „Die Digital Natives sind in ihrem Umgang mit Inhalten stark erlebnisorientiert. Sie wollen Teil der Geschichte sein, indem sie ihre Vorstellungen mit einbringen und sie weitererzählen können. Das Wundervolle daran ist, dass dies durch intrinsische Motivation geschieht: Die Auseinandersetzung mit Inhalten ist dabei auf einem ganz neuen Level an Intensität und Nachhaltigkeit.“, sagt Bernard Bettenhäuser, XR-Spezialist und Creative Director des Projekts.

Geschichte nahbar machen
Die bauliche Keimzelle des Reformjudentums – der Jacobstempel in Seesen – wurde von den Nationalsozialisten in der Pogromnacht 1938 unwiederbringlich zerstört. Die ebenfalls mitten in der Seesener Innenstadt liegende Jacobsonschule ist nur noch teilweise erhalten. Die digitale Anwendung hilft, zerstörte Geschichte zum Leben zu erwecken und setzt einen Impuls, die Orte persönlich entdecken zu wollen. Das Pilotprojekt wird mit Mitteln des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung in Hinblick auf die kulturtouristische Bedeutung gefördert. „Für das Wirtschaftsministerium steht hier die Digitalisierung von touristischen Produkten im Mittelpunkt. Für uns ist es interessant zu erproben, ob es gelingen kann, physisch nicht (mehr) vorhandene touristische Orte mit Hilfe der XR-Technologie zu inszenieren – in diesem Fall anhand der Stadt Seesen und ihrer Synagoge. Des Weiteren ist es von ganz besonderem Landesinteresse zu erfahren, inwieweit es mittels der zielgerichteten Kombination der neuen Technologien gelingen kann, insbesondere die jüngeren Zielgruppen für ein inhaltlich eher schwer zugängliches Thema zu begeistern, dieses entsprechend zu transportieren und schließlich touristisch zu nutzen“, erklärt Dr. Berend Lindner, Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung.

Das elektronische Presse Kit zur Pressemitteilung finden Sie hier: https://ijn-presse.de/

Die barocke Inneneinrichtung der Hornburger Synagoge…

… wurde als 17. Objekt des Shared History Projects am 25. April 2021 enthüllt.

Das Jüdische Museum im Braunschweigischen Landesmuseum zählt zu den historisch wichtigen Einrichtungen in der niedersächsischen Museumslandschaft. Es verfügt mit der barocken Inneneinrichtung der ehemaligen Synagoge aus der Landgemeinde in Hornburg über ein bedeutendes, im Originalzustand weitgehend erhaltenes und im norddeutschen Raum einzigartiges Sachzeugnis. Hier erfahren Sie mehr zum Objekt und zum Shared History Project.