Woche der Brüderlichkeit 2022 in Osnabrück

(24.02.2022)

Fair Play – Jeder Mensch zählt.

Bei der Woche der Brüderlichkeit steht der Jüdisch-Christlichen Dialog im Mittelpunkt. Seit 1952 organisieren die Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit im März eines jeden Jahres diese Woche als Zeichen gegen jede Form von Antisemitismus, gegen Rechtsextremismus und Rassismus, gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit.

2022, zum 70. Jahrestag, wird die Woche der Brüderlichkeit unter dem Jahresthema „Fair Play – Jeder Mensch zählt“ in Osnabrück eröffnet und in Stadt und Landkreis Osnabrück durch ein ganzjähriges Rahmenprogramm begleitet.

Am Sonntag, den 6. März, findet in der OsnabrückHalle die zentrale Eröffnungsfeier der Woche der Brüderlichkeit 2022 statt und wird per Livestream auf www.zdf.de übertragen.

Weitere Informationen sowie das gesamte Rahmenprogramm finden Sie unter https://wdb-osnabrueck.de/

Buchtipp: Durch das Jüdische Jahr – Dalia Marx

(17.02.2022)

„Durch das Jüdische Jahr“ führt Monat für Monat durch den jüdischen Jahreskreis. Rabbinerin Dalia Marx stellt den Charakter, die Feste und Gedenktage jedes Monats vor, beschreibt wenig bekannte religiöse Traditionen, Gebete und häusliche Bräuche und fragt, welche Bedeutung sie für unser modernes, durch eine Vielfalt von Kulturen und Identitäten geprägtes Leben haben können. Perspektiven aus Geschichte und Gegenwart, aus West und Ost, Israel und der Welt, verflechten sich zu einem vielfarbigen Gewebe jüdischen Lebens und eröffnen einen eigenen Zugang zum Reichtum religiöser Traditionen.

Das Buch gewährt seltene Einblicke in die israelische Gesellschaft und berücksichtigt in der Bearbeitung durch Rabbinerin Ulrike Offenberg zugleich den mitteleuropäischen Kontext. Es spricht ein jüdisches Publikum ebenso an wie Engagierte des jüdisch-christlichen Dialogs oder religionswissenschaftliche und kulturanthropologische Fachkreise. Es ist geeignet als Lehrmaterial für den Religionsunterricht sowie als Geschenk für persönliche Anlässe wie Bar/Bat Mitzwah, Geburtstage oder Hochzeiten.

Hier können Sie das Buch bestellen: https://www.hentrichhentrich.de/book-durch-das-juedische-jahr.html

Dauerausstellung – Ein Teil von uns

(10.02.2022)

Das Braunschweigische Landesmuseum eröffnet neue Dauerausstellung zu deutsch-jüdischen Geschichten aus Niedersachsen.

Am Standort Hinter Aegidien präsentiert das Braunschweigische Landesmuseum seinen Gästen nicht nur die sanierten Räumlichkeiten des ehemaligen Benediktinerklosters St. Aegidien, sondern auch die vollständig neu konzipierte Dauerausstellung „Ein Teil von uns. Deutsch-jüdische Geschichten aus Niedersachsen“.

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie auf der Webseite des Braunschweigischen Landesmuseums oder im Flyer zur Ausstellung.

Kompositionswettbewerb – „J ü M i D“

(03.02.2022)

Aktuelle Jüdische Musik in Deutschland

Im Rahmen des Jubiläums „321-2021: 1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ hat Global Partnership Hannover e.V. in Kooperation mit der Villa Seligmann einen Kompositionswettbewerb zur aktuellen jüdischen Musik initiiert.

Der Wettbewerb ist zugleich integraler Bestandteil der „Europäischen Route des Jüdischen Kulturerbes“ in der Bundesrepublik. Musikerinnen und Musiker, die entweder jüdische Wurzeln haben oder sich ausdrücklich mit dem Judentum identifizieren, sind eingeladen, eine musikalische Bestandsaufnahme ihrer Identität in Deutschland zu präsentieren. Die eingereichten Beiträge sollen das persönliche Lebensgefühl der Bewerberinnen und Bewerber transportieren und individuelle Antworten auf die folgenden Fragen geben:
„Wo stehen wir?“, „Was bewegt uns?“ und „Wie nehmen wir uns als deutsch-jüdisch wahr”.

Weiter soll JüMiD auf die zeitgenössische jüdische Kulturszene in Deutschland aufmerksam machen und ein Zeichen für die Kontinuität jüdischen Musikschaffens setzen. Auf diese Weise soll (junge) jüdische Kultur als selbstverständlicher Bestandteil der pluralistischen deutschen Gesellschaft für die breite Bevölkerung erlebbar
gemacht werden.

Der Wettbewerb findet in vier Kategorien statt:

  • Klassische Musik
  • Populäre Musik
  • Jazz
  • Synagogale Musik

In jeder Kategorie werden die Stücke von einer Jury mit fachlicher Expertise begutachtet. Pro Kategorie wird es eine Gewinnerin bzw. einen Gewinner geben; die Preise sind mit jeweils 1.000 € dotiert. Die prämierten Kompositionen werden – nebst anderer eigener Stücke – am 05. Mai 2022 um 19:00 Uhr in der Villa Seligmann, Hohenzollernstr. 39, 30161 Hannover präsentiert.

Weitere Aufführungen sind für das darauffolgende Wochenende, 6. – 8. Mai 2022, an verschiedenen Kulturorten
in Hannover geplant.

Die Bewerbungsfrist wurde bis zum 18. März 2022 verlängert.

Weitere Informationen finden Sie hier: http://globalpartnership.de/juemid

Operation Legendär bei NDR DAS!

(24.01.2022)

Am 27. Januar ist in Deutschland der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Zu diesem Anlass wird in der NDR-Sendung DAS! ein Beitrag zu jüdischem Leben in Seesen ausgestrahlt. Unter anderem wird die App „Operation Legendär“ vorgestellt, die einen wichtigen Teil der jüdischen Geschichte in Seesen aufgreift.

Der Beitrag wird am Donnerstag den 27. Januar 2022 ab 18.45 Uhr im NDR in der Sendung DAS! zu sehen sein.

Erinnern Digital

(20.01.2022)

Ein Projekt zum Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2022.

Der Arbeitskreises Andere Geschichte/Gedenkstätte Schillstraße wird in Kooperation mit der Gaußschule und der Realschule John-F.-Kennedy-Platz einen digitalen Countdown zum 27. Januar 2022 anbieten.

Ab dem 20. Januar bis zum 26. Januar 2022 wird täglich ab 15 Uhr ein neues Videos oder ein neuer Podcast verfügbar sein.

Inhaltlich fokussiert sich das Projekt auf die Erinnerung an die jüdischen Männer, Frauen und Kinder, die während der NS-Zeit in Braunschweig entrechtet und verfolgt wurden oder zur Zwangsarbeit hierherkamen. In dem Rahmen ist auch ein Blick auf das „Erinnern in Braunschweig heute“ wesentlich.

Zur Homepage der Gedenkstätte geht es hier: https://www.schillstrasse.de/aktuell/

Am 27. Januar 2022 wird es aufgrund der Corona-Pandemie keine zentrale Veranstaltung am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus geben können. Dennoch ist es der Stadt Braunschweig und dem Arbeitskreis Andere Geschichte gemeinsam ein Anliegen, der Opfer des menschenverachtenden NS-Regimes still zu gedenken und dem Vergessen entgegenzuwirken.

Am Donnerstag, den 27. Januar 2022, besteht den gesamten Tag die Möglichkeit, an der Gedenkstätte KZ-Außenlager Schillstraße (Schillstraße 25, Braunschweig) Kränze oder Blumen niederzulegen.

Galka Scheyer – Von Braunschweig in die Welt

(10.01.2022)

Auf den Spuren der in Braunschweig geborenen Künstlerin und Kunstvermittlerin Galka Scheyer (1889-1945) können Interessierte jetzt mit einem Wegweiser durch die Stadt spazieren, den die Bet Tfila – Forschungsstelle für jüdische Architektur in Europa (TU Braunschweig) und das Galka Emmy Scheyer Zentrum e.V. herausgegeben haben. Bekannt geworden ist Galka Scheyer weniger durch ihre eigenen künstlerischen Arbeiten, sondern vor allem als Vermittlerin der Kunst von Feininger, Jawlensky, Kandinsky und Klee. Um diese Künstler auch in den USA bekannt zu machen, emigrierte sie 1924 und ließ sich schließlich in Hollywood ein Ausstellungs- und Wohnhaus durch den bedeutenden Architekten Richard Neutra errichten.

Der Wegweiser führt zu 24 ausgewählten Orten, die mit dem Leben und Wirken Galka Scheyers in Braunschweig verbunden sind: Häuser, in denen sie gelebt hat, Plätze, an denen sie gemalt und ihre Freunde getroffen hat bis hin zu Orten, die für die damalige Braunschweiger Kunstszene Bedeutung hatten und zum Teil bis heute haben. Die Broschüre ist erhältlich bei der Bet Tfila – Forschungsstelle (synagogen[at]tu-bs.de; Tel. 0531 3912526) oder bei der Touristinfo Braunschweig.

Ergänzt wird dieser lokale Überblick nun um ein Online-Angebot: Auf der interaktiven Landkarte des IJN kann Galka Scheyers breites Netzwerk und ihre internationalen Wege anhand von 50 Stationen nun eindrucksvoll nachvollzogen werden.

Neue Erinnerungszeichen in Oldenburg

(02.12.2021)

Gedenkstele Brüderstraße in Oldenbur

Die Kultur des Erinnerns findet in München seit 2016 in Form von Stelen und Hinweistafeln an den ehemaligen Wohn- und Wirkungsorten der Schoa-Opfer statt. Diese Erinnerungszeichen ermöglichen ein individuelles Gedenken auf Augenhöhe an Frauen, Männer und Kinder, die von den Nationalsozialisten verfolgt und ermordet wurden. Die Stelen und Hinweistafeln werden an den Orten errichtet, an denen diese Menschen früher gelebt und gearbeitet haben oder an ihren Todesorten. Zusätzlich werden ihre Biografien im Internet veröffentlicht.

Nach Ingolstadt ist jetzt mit Oldenburg eine weitere Stadt hinzugekommen, die in Zukunft statt Stolpersteinen Gedenkstelen und Hinweistafeln einsetzt. Stolpersteine sollen dann nur auf ausdrücklichen Wunsch der Hinterbliebenen als Alternative verlegt werden. Die künftige Lösung hatte sich die jüdische Gemeinde als besten Weg des Erinnerns gewünscht. In Oldenburg werden die Erinnerungszeichen von der Stadt und der Oldenburger Bürgerstiftung in enger Zusammenarbeit mit Werkstattfilm errichtet.

Persönlichkeitstafel für Bernhard Meyersfeld

(29.11.2021)

Foto: Daniela Nielsen, Medienzentrum, Fachbereich Schule der Stadt Braunschweig

Bereits seit 1906 prägt der Eulenspiegelbrunnen mit der Figur des lächelnden Till den Platz am Bäckerklint. Sein Stifter war der Bankier Bernhard Meyersfeld, der sich rund um die Jahrhundertwerde von 1900 als Wohltäter und Mäzen in Wissenschaft und Kunst einen Namen machte. Um an ihn zu erinnern, enthüllten Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Braunschweig und der Bürgerstiftung am 24. November 2021 eine Persönlichkeitstafel.

Der 1841 geborene Bernhard Meyersfeld war Mitglied der jüdischen Gemeinde und ab 1898 deren Vorsteher. Am 2. Oktober 1920 starb Bernhard Meyersfeld, sein Grab befindet sich auf dem Jüdischen Friedhof an der Helmstedter Straße in Braunschweig.