Niedersächsischer Wissenschaftsminister in Israel

(09.08.2022)

Der niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler, hat im Rahmen seiner Israelreise sechs neue Kooperationsvereinbarungen zwischen Niedersachsens Hochschulen und Forschungseinrichtungen mit israelischen Hochschulen geschlossen.

„Mit unserer Delegationsreise haben wir bereits bestehende Bande gefestigt, neue Verbindungen geknüpft und neue Ideen und Impulse mitgebracht“, so Thümler. „Ich bin mir sicher, dass sowohl Niedersachsen als auch Israel von der intensiven Zusammenarbeit in Forschung und vom Wissenstransfer profitieren werden. Die Niedersachsen-Israel-Forschungskooperation ist nicht nur ein hervorragendes Instrument zur Internationalisierung der Wissenschaft, sie ist daneben seit ihrer Einrichtung im Jahr 1977 immer auch ein Instrument zur Aussöhnung Niedersachsens und Israels gewesen.“

Hier finden Sie mehr Einzelheiten und der Reise und Kooperationsvereinbarungen.

Bildrechte: MWK/Igor Farberov

Leo Trepp Schülerpreis verliehen

(04.07.2022)

Fünf Schülergruppen sind in Dresden für herausragende Arbeiten zum Thema »Lebendiges Judentum in Deutschland« mit dem Leo Trepp Schülerpreis ausgezeichnet worden. Drei Preisträger kommen aus Niedersachsen, je einer aus Berlin und Sachsen, wie die Leo Trepp Stiftung mitteilte.

Der erste Platz ging an die Cäcilienschule in Wilhelmshaven. Die Schülerinnen und Schüler fertigten ein 80-seitiges Informationsbüchlein mit dem Titel „Entdecke das Judentum“ an. Den zweiten Preis teilen sich sechs Schülerinnen und Schüler des Berliner Lily-Braun-Gymnasiums, die den Podcast »Von Regina Jonas zu heutigen Rabbinerinnen« produzierten, sowie drei Schülerinnen des Lessing-Gymnasiums in Plauen für ihren Film »Jüdische Geschichte in Plauen«.

Auf den dritten Platz wählte die Jury zwei Schülergruppen des Gymnasiums Bad Iburg bei Osnabrück. Sieben Schülerinnen und Schüler hatten einen Film zum jüdischen Jugendzentrum »Lev Echad« in Osnabrück produziert, sechs Schülerinnen und Schüler den Podcast »Lebendiges Judentum im Sport«.

Auf der Webseite der Leo Trepp Stiftung können Sie sich alle Arbeiten der Schülerinnen und Schüler anschauen.

 

Beschädigungen am Jacobson-Haus Seesen

(29.09.2022)

Jacobson-Haus, ©Stadt Seesen

Bereits zum dritten Mal in diesem Jahr gab es einen Vorfall im Jacobson-Haus in Seesen. Am 27. April 2022, dem jüdischen Gedenktag für die Opfer der Shoah -JomhaScho’a-, wurde die Kunstinstallation „Halle 2019“ beschädigt. Die Installation sollte zum Gedenken an den Anschlag von Halle im Jahr 2019 anregen und stand als Zeichen gegen Antisemitismus. Im Mai kam es zu einem versuchten Brandanschlag auf das Jacobson-Haus.

Am Montag, den 20. Juni 2022 wurde der Informationsbildschirm neben dem Eingang im Inneren des Hauses beschädigt. Die Tat selbst kann auf den Zeitraum zwischen 18 und 21 Uhr eingegrenzt werden. In dieser Zeit fand eine Veranstaltung im Bürgersaal statt.

Es wird gegen Unbekannt ermittelt und die Polizei Seesen such Zeug:innen. Wer Hinweise zur Tat geben kann, wird gebeten, sich bei der Polizei Seesen unter der Nummer 05381-9440 zu melden.

Ehrenamtspreis für jüdisches Leben

(30.06.2022)

Quelle: Simon Vilkoriscius

Der Beauftragte der Bundesregierung für Jüdisches Leben und den Kampf gegen Antisemitismus, Dr. Felix Klein, lobt im Jahr 2022 zum ersten Mal den Ehrenamtspreis für jüdisches Leben in Deutschland aus. Mit dem Preis soll ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet werden, das jüdisches Leben in Deutschland stärkt und es besser sichtbar macht.

Der Preis wird in zwei Kategorien vergeben: Eine Kategorie richtet sich an junge Menschen unter 27 Jahren, die andere ist ohne Altersbeschränkung. Beide Preiskategorien sind mit je 5.000 € dotiert.

Bewerbungsschluss ist der 31. August 2022. Die Teilnahmebedingungen sowie weitere Informationen finden Sie unter www.antisemitismusbeauftragter.de.

Antisemitismusbeauftragter veröffentlicht Jahresbericht 2021

(23.06.2022)

In seinem Jahresbericht 2021 gibt der Niedersächsische Landesbeauftragte gegen Antisemitismus und für den Schutz jüdischen Lebens, Franz Rainer Enste, zunächst einen Überblick über Aktivitäten, die im Jahr 2021 wahrgenommen werden konnten. Weitere Schwerpunkte des Berichts sind die Vorstellung von Maßnahmen und Projekte aus dem Bereich der Antisemitismusprävention, außerdem wird mithilfe von Zahlen zu den jüdischen Gemeinden, polizeilichen und staatsanwaltschaftlichen Statistiken versucht, das aktuelle Bild von jüdischem Leben in Niedersachsen im vergangenen Jahr zu analysieren.

Der ganze Jahresbericht 2021 steht hier kostenlos zum Download zur Verfügung.

Michael Fürst feiert 75. Geburtstag

(13.06.2022)

Am 28. Mai 2022 feierte Michael Fürst seinen 75. Geburtstag. Seit 42 Jahren an der Spitze des Landesverbandes der jüdischen Gemeinden von Niedersachsen mit heute mehr als 6000 Mitgliedern in zwölf Gemeinden. 1980 übernahm er den Vorsitz.

Nicht nur dieser besondere Geburtstag war ein Grund zum feiern, sondern auch die Verleihung des Großen Verdienstkreuzes des Bundeslandes, das er für seine Verdienste um das jüdische Leben in Niedersachsen erhielt. Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil überreichte Michael Fürst die Auszeichnung und würdigte ihn bei einem Empfang des jüdischen Landesverbandes als »herausragenden Repräsentanten des Judentums in Niedersachsen«.

Das Israel Jacobson Netzwerk gratuliert Michael Fürst zum 75. Geburtstag und dieser besonderen Auszeichnung. Auch wir bedanken uns für die Arbeit, die Herr Fürst in Niedersachsen tut und dass er uns als Verein seit einigen Jahren großzügig fördert und unterstützt. Masal tow!

Gehen ist Schweigen – Stolpern ist Gold

(23.05.2022)

Am 08. Mai 2022 fand der zweite regionale Putztag von Stolpersteinen statt. Zu diesem Anlass hat das Israel Jacobson-Netzwerk einen Film produzieren lassen, der auf der zentralen Veranstaltung in der Geschäftsstelle des IJN in Braunschweig uraufgeführt wurde. Verantwortlich für die inhaltliche Konzeption sowie die Produktion des Films war unser Praktikant, Florian Leubner, der sich auf seinem Weg von Halle a. d. Saale nach Braunschweig mit mehreren Personen traf, die sich für die Verlegung von Stolpersteinen engagierten bzw. noch immer engagieren. Ziel dieses Films ist es, zu zeigen, wie es zu Stolpersteinverlegungen kommt und wie unterschiedlich sich die einzelnen Initiativen in Bezug auf Motivation und Organisation darstellen. Ferner soll damit dieses zivilgesellschaftliche Engagement geehrt, gleichsam aber auch Anreiz für weiteres gesetzt werden, um den Kampf gegen das Vergessen zu stärken.

Weitere Filme vom IJN finden Sie auf unserem YouTube-Kanal.

Jüdische Kulturtage 2022

(09.05.2022)

Das Israel Jacobson Netzwerk für jüdische Kultur und Geschichte e.V. (IJN) initiiert 2022 zum dritten Mal Jüdische Kulturtage in der Region. Schirmherr der jährlichen Veranstaltungsreihe ist der Vorsitzende des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen K.d.ö.R., Herr Michael Fürst. Das gewählte Jahresthema lautet: Jüdischsein heute. Wir möchten das Gespräch mit Vertreter/innen der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland ebenso wie mit weiteren Gesellschaftskreisen im Nachklang des Festjahres „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ fortführen.

In das Gesamtprogramm der Jüdischen Kulturtage werden Veranstaltungen aufgenommen, die von ca. Anfang September bis Anfang Oktober 2022 in der Region durchgeführt werden. Am 26. und 27. September 2022 sollen keine Veranstaltungen im Rahmen des Kulturtage-Programms stattfinden, da das Jüdische Neujahrsfest Rosch haSchana gefeiert wird.

Wir laden Sie dazu ein, an den Kulturtagen 2022 aktiv mitzuwirken und Veranstaltungen einzubringen! Herzlich Willkommen sind alle privaten oder institutionellen Veranstalter/innen. Wenn Sie einen Programmpunkt anbieten wollen, dann verwenden Sie bitte das dafür vorgesehene Meldeformular und senden es bis spätestens Freitag, 1. Juli 2022, an uns zurück. In unserem Infobrief finden Sie alle wichtigen Informationen zu den Kulturtagen 2022 zusammengefasst.

Bei Fragen oder Anregungen kontaktieren Sie uns gerne unter veranstaltungen[at]ij-n.de oder rufen Sie unter 0178-67 23 594 an (Bürozeiten von Mo. bis Do. von 9 bis 14 Uhr, Mailbox vorhanden).

»Erinnerung Aufpolieren«. Regionaler Putztag von Stolpersteinen im Mai 2022

(25.04.2022)

Der Arbeitskreis Stolpersteininitiativen zwischen Harz und Heide wird in der Zeit um den 8. Mai 2022 den zweiten Putztag von Stolpersteinen in der Region zwischen Harz und Heide veranstalten. Jung und Alt, Gruppen und Einzelpersonen werden in der gesamten Region Stolpersteine putzen.

An einigen Orten wird es ein Begleitprogramm geben. Das Programm für die gesamte Region wird durch das Israel Jacobson Netzwerk (IJN) gebündelt und im Veranstaltungskalender auf dessen Internetseite veröffentlicht. Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich an dieser Form der Erinnerung zu beteiligen.

Zentrale Veranstaltung am 8. Mai in Braunschweig
Am 8.  Mai findet in der Geschäftsstelle des IJN (Fallersleber-Tor-Wall 16, 38100 Braunschweig) in Braunschweig eine zentrale Veranstaltung statt, die auch live über Zoom verfolgt werden kann. Die Zugangsdaten sind per Mail zu erhalten: veranstaltungen@ij-n.de . Um 18 Uhr wird erstmals ein Film präsentiert, der vom Israel Jacobson Netzwerk eigens zu diesem Anlass produziert wurde. Mehrere Stolpersteininitiativen aus Niedersachsen und Sachsen-Anhalt berichten in dem Film über ihre Arbeit. Der Film wird im Anschluss dauerhaft auf dem YouTube Kanal des IJN zur Verfügung stehen. Bereits ab 16 Uhr stellen Vertreterinnen und Vertreter mehrerer Stolpersteininitiativen ihre Arbeit dem interessierten Publikum persönlich vor.

Arbeitskreis Stolpersteininitiativen zwischen Harz und Heide
Im Sommer 2019 haben sich Vertreterinnen und Vertreter mehrerer Stolpersteininitiativen in der Region zwischen Harz und Heide zu einem Arbeitskreis unter dem Dach des IJN zusammengefunden. Zweck des Arbeitskreises sind die Vernetzung, der Austausch und die Entwicklung gemeinsamer Projekte, die einen regionalen Ansatz verfolgen.

Stolpersteine zwischen Harz und Heide
In der Region zwischen Harz und Heide wurden in Erinnerung an die Opfer in der Zeit des Nationalsozialismus bisher an zwölf Orten mehr als 500 Stolpersteine verlegt: in Braunschweig, Gifhorn, Goslar, Helmstedt, Königslutter, Liebenburg, Peine, Salzgitter, Schöningen, Schöppenstedt, Seesen und in Wolfenbüttel. Zudem finden sich in der Region zwei Stolperschwellen.

Die Stolpersteine sind nicht nur dezentrale Erinnerungsorte im öffentlichen Raum. Gleichzeitig wurden die Biografien der Menschen, an die in dieser Form erinnert wird, umfangreich recherchiert und veröffentlicht. Mancherorts, so in Braunschweig, Goslar und in Wolfenbüttel, ist diese Recherche noch nicht abgeschlossen und es werden weiterhin Stolpersteine verlegt und Biografien erarbeitet. Andernorts wurden die Steinverlegungen bereits zu einem Abschluss gebracht und die örtlichen Initiativen konzentrieren sich auf das Fortsetzen der aktiven Erinnerungsarbeit, zumeist unter bewusster Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen.

Das Projekt Stolpersteine
Der Kölner Künstler Gunter Demnig verlegt seit 1996 Stolpersteine in Deutschland und mittlerweile in vielen Ländern Europas. Das Kunstprojekt mit seinen über 90.000 Stolpersteinen gilt als das größte dezentrale und stetig wachsende Denkmal der Welt.

Nähere Informationen für die Presse
Israel Jacobson Netzwerk für jüdische Kultur und Geschichte e.V.
c/o Technische Universität Braunschweig
Pockelsstraße 4, 38106 Braunschweig
Ansprechpartnerin: Rebekka Denz
Tel. 0178-67 23 594 (Bürozeiten am Mo und Do von 9 bis 14 Uhr, Mailbox vorhanden)

info@ij-n.de
https://ij-n.de/aktivitaeten/stolpersteine/
https://www.instagram.com/israel_jacobson_netzwerk/
https://www.youtube.com/channel/UCdY7okUz-KA-4U2jheA-LGw

 

Jahrestagung der AG Jüdische Sammlungen

(25.04.2022)

Vom 6. bis 9. September 2022 findet in Hannover in der Villa Seligmann die Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Jüdische Sammlungen statt.

Die Arbeitsgemeinschaft Jüdische Sammlungen ist ein lockerer Zusammenschluss von Institutionen wie Jüdischen Museen, Gedenkstätten, ehemaligen Synagogen, Bibliotheken, Forschungseinrichtungen sowie in diesem Bereich arbeitenden Einzelpersonen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Die Jahrestagungen finden an wechselnden Orten statt und dienen dem Austausch und dem gegenseitigen Kennenlernen. Das Programm der Tagungen beinhaltet Berichte und Vorträge sowie Besichtigungen verschiedener Einrichtungen und Orte jüdischer Geschichte.

Organisiert wird die Tagung vom Europäischen Zentrum für Jüdische Musik der HMTMH in Kooperation mit der Villa Seligmann

Bei Interesse nehmen Sie bitte Kontakt mit dem EZJM auf.