Jüdische Kulturtage zwischen Harz und Heide

Das Israel Jacobson Netzwerk für jüdische Kultur und Geschichte e.V. initiierte 2020 erstmals Jüdische Kulturtage in der Region. Schirmherr der jährlichen Veranstaltungsreihe ist der Vorsitzende des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen K.d.ö.R. Herr Michael Fürst.  Die Fortsetzung der Jüdischen Kulturtage im Spätsommer 2021 ist in Planung. Zu gegebener Zeit finden Sie hier weitere Informationen.

Zum Konzept der Jüdischen Kulturtage

Die Jüdischen Kulturtage zwischen Harz und Heide werden von nun an jedes Jahr im September in unserer Region stattfinden. Hier ist eine Besonderheit, dass jedes Jahr ein anderer Ort als Gastgeber einlädt und eine andere historische Persönlichkeit aus der jüdischen Geschichte der Region im Mittelpunkt der Veranstaltungen steht. Alle Städte und Gemeinden, Landkreise, Institutionen, Vereine und Privatpersonen sind eingeladen, sich zukünftig mit ihren Programmpunkten in die Jüdischen Kulturtage einzubringen.

Rückfragen bitte per Mail an: veranstaltungen@ij-n.de oder telefonisch unter 0178-67 23 594 (Bürozeiten am Mo und Mi von 9 bis 15 Uhr, Mailbox vorhanden).

Das Jahresthema 2020: Max Jüdel – ein jüdischer Industrieller und Mäzen

Als Hauptausrichter der Veranstaltungsreihe 2020 konnte die Stadt Braunschweig gewonnen werden. Die beiden Pressemitteilungen, die zu den Jüdischen Kulturtagen 2020 herausgegeben wurden, finden Sie hier. Das Programmheft können Sie hier als PDF herunterladen. Zur Eröffnungsveranstaltung und allen weiteren digitalen Angeboten auf unserem YouTube-Kanal kommen Sie hier.

2020 war das Jahresthema der Braunschweiger Industrielle und Mäzen Max Jüdel (1845-1910), an den wir anlässlich seines 175. Geburtstags erinnerten. Jüdel hat die Industriegeschichte um 1900 maßgeblich mitgestaltet. Mit seinem Teilhaber Heinrich Büssing gründete er 1873 die „Eisenbahnsignal-Bauanstalt Max Jüdel & Co.“, die später mit Siemens und Halske fusionierte. Dass Siemens die jüdischen Kulturtage großzügig unterstützt, zeigt, dass man sich im Unternehmen dieser Anfänge bis heute bewusst ist. Max Jüdel engagierte sich in vielfältiger Weise für alle Braunschweiger Bürgerinnen und Bürger – als Abgeordneter im Braunschweigischen Landtag, durch die Gründung der Braunschweiger Baugenossenschaft, der Braunschweiger Karneval-Gesellschaft von 1872 und vieles mehr.


Das Gesamtprogramm 2020: Von September bis Oktober an 11 Orten in der Region mehr als 40 analoge und digitale Veranstaltungen

Gemeinsam mit zahlreichen Veranstaltern und in Kooperation mit der Stadt Braunschweig hat das IJN trotz der durch die Coronapandemie erschwerten Bedingungen ein vielfältiges Programm zusammengestellt, das fast 50 Veranstaltungen in Braunschweig, Celle, Gifhorn, Goslar, Halberstadt, Helmstedt, Hornburg (Schladen-Werla), Peine, Salzgitter, Seesen und Wolfenbüttel, aber auch im Internet umfasst. Sie fanden im Zeitraum von Anfang September bis Anfang Oktober 2020 analog oder digital statt. Das gesamte Programmheft können Sie hier als PDF herunterladen.

Das Gesamtprogramm 2020: Jüdische Kultur in Geschichte und Gegenwart

Die Jüdischen Kulturtage legen einen besonderen Schwerpunkt auch auf das Gespräch mit der heutigen jüdischen Gemeinschaft. 2020 boten beispielsweise eine analoge und eine digitale Veranstaltung mit Meet a Jew, ein Projekt des Zentralrats der Juden, oder ein Abend mit Gesang und Gespräch in Goslar mit Rabbiner Walter Rothschild die Möglichkeit zum direkten Austausch. Es ging also nicht nur um Max Jüdel bei den Jüdischen Kulturtagen 2020: Stadtrundgänge auf jüdischen Spuren in Halberstadt, Helmstedt, Goslar und Peine, geführte Besuche jüdischer Friedhöfe in Braunschweig und Gifhorn standen ebenso auf dem Programm wie Ausstellungen in Braunschweig oder Celle, Vorträge, Lesungen, Konzerte und Filmvorführungen.