Gedenkstein in Goslar beschmiert

Am Wochenende wurde die Parole „Free Palestine“ auf die Rückseite des gerade erst versetzten Gedenksteins in Goslar geschmiert. Der Stein erinnert an die Verfolgung, Vertreibung und Ermordung jüdischer Goslarer*innen während der NS-Zeit.

Die Beschmierung eines Ortes, der dem Gedenken an die Opfer der nationalsozialistischen Judenverfolgung gewidmet ist, ist nicht losgelöst von diesem Ort zu betrachten. Hier wird eine gegen Israel gerichtete Forderung unmittelbar mit der Erinnerung an die NS-Verbrechen verknüpft.

Der Gedenkstein war erst vor zwei Wochen im Rahmen der Jüdischen Kulturtage zwischen Harz und Heide 2026 an seinen jetzigen Standort im Goslarer Stadtzentrum versetzt worden. Zu der Veranstaltung hatten die Stadt Goslar, der Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen, der Verein Spurensuche Harzregion und wir als IJN eingeladen.

Was israelbezogener Antisemitismus ist, welche historischen Hintergründe eine Rolle spielen und wie er sich heute in Alltag, Öffentlichkeit und sozialen Medien äußert, beleuchten wir auf unserer Themenseite im Portal „Jüdisches Niedersachsen online“.

→ Mehr Informationen: juedisches-niedersachsen.de

Vielen Dank für die Jüdischen Kulturtage 2026

Die JKT 2026 sind beendet. Wir danken allen Mitwirkenden und Sponsor*innen!
Die Kuratorinnen der Jüdischen Kulturtage zwischen Harz und Heide der Jahre 2020 bis 2026 Rebekka Denz, Katrin Keßler und Alissa Römling verabschieden sich von diesem Projekt. Sie gehen fortan neue Wege und geben die Kulturtage in andere Hände.
Zu gegebener Zeit werden alle notwendigen Informationen zu den Kulturtagen 2027 vom IJN-Team veröffentlicht werden. Wir freuen uns schon jetzt auf die JKT 2027 in der Region!

„gemeinsam jüdisch. einst und heute“. Die 7. Jüdischen Kulturtage zwischen Harz und Heide 2026

Gemeinsame Pressemitteilung der Stadt Goslar und des Israel Jacobson Netzwerks für jüdische Kultur und Geschichte e. V.

Im Rahmen der diesjährigen Jüdischen Kulturtage zwischen Harz und Heide erwartet das Publikum vom 17. August bis 20. September ein vielfältiges Programm zwischen Führungen und Konzerten, Lesungen und Ausstellungen, Workshops und kulinarischen Angeboten. Mehr als 60 Veranstaltungen in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt eröffnen facettenreiche Einblicke in jüdisches Leben – einst und heute.

Schirmherr der vom Israel Jacobson Netzwerk (IJN) konzipierten Veranstaltungsreihe ist Michael Fürst, Präsident des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen K.d.ö.R.. Unter dem diesjährigen Motto „gemeinsam jüdisch. einst und heute“ werden jüdische Kultur und Gemeinschaften in Vergangenheit und Gegenwart in den Blick genommen. In diesem Jahr ist die Stadt Goslar, deren jüdische Geschichte bis ins Mittelalter zurückreicht, Gastgeberort für die Jüdischen Kulturtage. Jitla bat Chaim, die im 17. Jahrhundert am Wiederaufbau der jüdischen Gemeinde in Goslar beteiligt war, ist hier besonders zu würdigen. Und sie ist die erste historische Frauenfigur, der die Jüdischen Kulturtage einen besonderen Schwerpunkt widmen.

„Die Jüdischen Kulturtage schaffen Begegnungen, fördern Austausch und stärken das Verständnis füreinander. Sie setzen ein wichtiges Zeichen für Toleranz, Vielfalt und ein respektvolles Miteinander“, betont Goslars Oberbürgermeisterin Urte Schwerdtner. Gemeinsam laden die Stadt Goslar und das Israel Jacobson Netzwerk herzlich zur Eröffnung der Jüdischen Kulturtage am Montag, 17. August, 17 Uhr, in den Kulturmarktplatz (KUMA) Goslar, Am Museumsufer 2, 38640 Goslar, ein.

Neben Grußworten und einer Einführung in das Jahresthema erwartet die Besucherinnen und Besucher ein moderiertes Gespräch zur Bedeutung jüdischer Gemeinschaften in Vergangenheit und Gegenwart. Zudem wird die Ausstellung „Holocaust-Denkmal – ein Ausstellungs-Projekt der Schule am Harly in Goslar“ eröffnet. Bereits am Nachmittag bietet eine Stadtführung Gelegenheit, die jüdische Geschichte Goslars näher kennenzulernen. Ein besonderer Höhepunkt der diesjährigen Kulturtage ist die Feier zum zehnjährigen Bestehen des Israel Jacobson Netzwerks am 17. September. Alle Veranstaltungen sind unter https://www.meingoslar.de/veranstaltungen/juedische-kulturtage aufgeführt.

Seit seiner Gründung im Jahr 2016 engagiert sich das Netzwerk dafür, jüdische Kultur und Geschichte zwischen Harz und Heide sichtbar zu machen, regionale Akteurinnen und Akteure zu vernetzen und neue Impulse für die Vermittlungsarbeit zu setzen. Eine Übersicht aller Veranstaltungen finden Interessierte auch auf der Webseite des Israel Jacobson Netzwerks unter www.ij-n.de. Dort steht auch das Programmheft zum Download bereit. Die Druckversion ist bei den Tourist-Informationen in der Region erhältlich. Weitere Informationen gibt es unter https://ij-n.de/aktivitaeten/juedische-kulturtage-zwischen-harz-und-heide/juedische-kulturtage-zwischen-harz-und-heide-2026/ oder direkt beim Israel Jacobson Netzwerk für jüdische Kultur und Geschichte e.V. c/o Technische Universität Braunschweig, Pockelsstraße 4, 38106 Braunschweig. Die Ansprechpartnerinnen Rebekka Denz, Katrin Keßler und Alissa Römling sind telefonisch über 0178 6723594 oder per E-Mail unter info@ij-n.de zu erreichen.

„Nach dem Pogrom vom 7. Oktober 2023 und im Schatten des anhaltenden Terrors der Hamas gegen Israel wie auch des Terrors gegen Jüdinnen und Juden hier und andernorts ist unser Anliegen dringlicher denn je. Die Jüdischen Kulturtage setzen ein Zeichen für Sichtbarkeit, Dialog und ein respektvolles Miteinander“, erklärt Prof. Dr. Cord-Friedrich Berghahn, Präsident des Israel Jacobson Netzwerks. „Großer Dank gilt allen Partnerinnen und Partnern sowie insbesondere den fördernden Institutionen der diesjährigen Jüdischen Kulturtage: Der Stadt Goslar, der Hildesheimschen Landschaft, dem Fachbereich Kultur und Wissenschaft Stadt Braunschweig, dem Lions Club Goslar Kaiserpfalz, der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz (SBK) und der Stiftung Braunschweiger Land.“

Das Israel Jacobson Netzwerk für jüdische Kultur und Geschichte e. V. (IJN) versteht es als seine Aufgabe, Themen, authentische Orte und Objekte jüdischer Kultur in Geschichte und Gegenwart als Teil der kulturellen Identität in der Region zwischen Harz und Heide und darüber hinaus dauerhaft sichtbar zu machen. Seit seiner Gründung im April 2016 engagieren sich regionale Institutionen, wissenschaftliche und kulturelle Einrichtungen sowie interessierte Privatleute aus den Landkreisen und Städten wie Braunschweig, Wolfsburg, Helmstedt, Seesen, Halberstadt, Peine, Wolfenbüttel u.v.m. für die Erforschung und Vermittlung der in Vergangenheit und Gegenwart reichen jüdischen Kultur und Geschichte in unserer Region.

Im Rahmen des Projekts Jüdische Kulturtage zwischen Harz und Heide hat das IJN im September 2020 erstmals Orte jüdischer Kultur der Gegenwart und Vergangenheit mit Veranstaltungen wie Vorträgen, Konzerten und Ausstellungen bespielt. Unter der Schirmherrschaft des Landesverbandes Jüdischer Gemeinden in Niedersachsen (Vorsitzender: Michael Fürst) werden gemeinsam mit der jüdischen Gemeinschaft von Mitte August bis Mitte September jährlich wechselnde Themen betrachtet. Gemäß des Netzwerkgedankens vernetzt der Verein Akteurinnen und Akteure aus Südostniedersachsen, aus Deutschland und der Welt miteinander, setzt Impulse für zukünftige Ausrichtungen der Kulturtage und bietet eine Plattform für diverse jüdische Stimmen.

Nähere Informationen für die Presse: 

Jüdische Kulturtage zwischen Harz und Heide 2025

Israel Jacobson Netzwerk für jüdische Kultur und Geschichte e.V.
c/o Technische Universität Braunschweig
Pockelsstraße 4, 38106 Braunschweig

Ansprechpartnerinnen: Rebekka Denz und Katrin Keßler

Tel. 0178-67 23 594 (Mailbox vorhanden)

info@ij-n.de

   

Das Programmheft für die Jüdischen Kulturtage 2026 ist da

Das Gesamtprogramm der Jüdischen Kulturtage zwischen Harz und Heide 2026 ist da. Alle Informationen zu den diesjährigen Kulturtagen können Sie hier entnehmen.

Das Gesamtprogramm der Jüdischen Kulturtage finden Sie hier zum freien Download: Programm Jüdische Kulturtage 2026

oder in unserem Veranstaltungskalender.

Das gedruckte Programmheft wird an vielen Orten in der Region zwischen Harz und Heide ausliegen ebenso wie Werbeplakate, die auf die regionale Veranstaltungsreihe hinweisen werden.

Die Eröffnung findet am 17. August 2025 um 17 Uhr in Goslar statt. Wir würden uns freuen Sie dort zu begrüßen!

Stellenausschreibung: 1 Wiss. Praktikant*in (w/m/d) Social Media & Content Management

Wir sind das Israel Jacobson Netzwerk, ein gemeinnütziger Verein im Herzen Braunschweigs, der sich mit der jüdischen Kultur in Geschichte und Gegenwart in unserer Region und darüber hinaus befasst. Unser Ziel ist es, authentische Orte und Objekte jüdischer Kultur in Geschichte und Gegenwart als Teil der kulturellen Identität zwischen Harz und Heide und in ganz Niedersachsen dauerhaft sichtbar zu machen. Wir informieren über unsere Projekte mit Bezug zur jüdischen Kultur in Geschichte und Gegenwart mit Hilfe des Onlineportals bzw. der Webpage sowie der Sozialen Medien Instagram, YouTube und Facebook.

Im August 2023 haben wir das Portal Jüdisches Niedersachsen online veröffentlicht, das stetig erweitert und mit spannenden Inhalten gefüllt wird. Des Weiteren kuratieren wir jeweils in den Sommermonaten Jüdische Kulturtage zwischen Harz und Heide oder wir organisieren Einzelveranstaltungen zur jüdischen Kultur in Geschichte und Gegenwart. Wir haben die OPERATION LEGENDÄR, eine interaktive XR-App mit entwickelt.

Für die diesjährigen Jüdischen Kulturtage (JKT) (17. August bis 20. September) suchen wir eine/einen Praktikant*in für den Bereich Social-Media und Content Management.

Ihre Aufgaben:

  • Betreuung der Social-Media Plattformen des IJN
  • Verfassen von Presse- und PR-Texten sowie Erstellen von PR-Materialien, Broschüren, Info- und Pressematerialien
  • Begleitung von Veranstaltungen der JKT und insbesondere das Produzieren von Inhalten für Social-Media, im Schwerpunkt Instagram
  • Nachbereiten von Medien, Video- und Audioschnitt/ Bearbeitung

Was wir Ihnen bieten:

  • Anerkennung als Pflichtpraktikum im Studium
  • Flexible Arbeitszeit, Teilzeitpraktikum möglich (Mindestumfang 200 Std.)
  • eine inspirierende Atmosphäre in einem engagierten Team
  • einen fundierten Einblick in die jüdische Kultur und Geschichte in unserer Region
  • Mitarbeit in spannenden Projekten und Veranstaltungen
  • eine einmalige Verbindung von Wissenschaft und Forschung, Dokumentation, Präsentation und Bildungsarbeit

Das bringen Sie mit:

  • ein abgeschlossenes Grundstudium (B.A.) in einem themenrelevanten Fach
  • Interesse an der jüdischen Kultur und Geschichte
  • Kompetenz im Umgang mit Social-Media Plattformen wie Facebook, Instagram, YouTube
  • Erfahrung in Online-Recherchearbeiten
  • soziale Kompetenz
  • selbständiges Arbeiten
  • Neugier und Kreativität

Vielfalt ist einer unserer zentralen Organisationswerte. Deshalb begrüßen wir Bewerbungen unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer und sozialer Herkunft, Religion/Weltanschauung, Behinderung, Alter sowie sexueller Orientierung und Identität.

Über Bewerbungen wird laufend entschieden.

Israel Jacobson Netzwerk e.V.

Besucheradresse der Geschäftsstelle:

Fallersleber-Tor-Wall 16

38100 Braunschweig

Fon +49.178.67 23 594 (Mailbox vorhanden)

info@ij-n.de

https://ij-n.de/

Instagram

YouTube-Kanal

 

Ihre direkte Ansprechpartnerin ist Annemarie Hoffmeister: a.hoffmeister@ij-n.de

Jahresbericht 2025 von RIAS Niedersachsen veröffentlicht

Die Recherche und Informationsstelle Antisemitismus Niedersachsen (RIAS Niedersachsen) hat ihren neuen Jahresbericht veröffentlicht. Für das Jahr 2025 dokumentierte RIAS insgesamt 672 antisemitische Vorfälle, der höchste Stand seit Beginn der Erfassung. Damit wurden in Niedersachsen durchschnittlich 13 antisemitische Vorfälle pro Woche bekannt.

Die dokumentierten Vorfälle reichen von Beleidigungen und Bedrohungen über gezielte Sachbeschädigungen bis hin zu Angriffen auf jüdische Einrichtungen und Gedenkorte. Besonders häufig waren israelbezogene Formen des Antisemitismus. Viele Vorfälle standen im Zusammenhang mit Debatten und Mobilisierungen rund um den Nahostkonflikt.

Der Bericht zeigt zudem, dass antisemitische Vorfälle in ganz unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen stattfinden, im öffentlichen Raum, an Bildungseinrichtungen, bei Versammlungen und im digitalen Raum. Antisemitismus begegnet Jüdinnen und Juden damit weiterhin im Alltag und prägt vielerorts ihr Sicherheitsgefühl.

Mit seiner Arbeit macht RIAS Niedersachsen antisemitische Vorfälle sichtbar, stärkt Betroffene und schafft eine Grundlage für gesellschaftliche und politische Gegenmaßnahmen. Der Bericht verdeutlicht, dass Antisemitismus kein Randphänomen ist, sondern eine anhaltende gesellschaftliche Herausforderung, auch in Niedersachsen.

Hier geht’s zum vollständigen Bericht.

Wiss. Praktikum “Jüdische Kultur in Geschichte und Gegenwart in Niedersachsen”

Wir sind das Israel Jacobson Netzwerk, ein seit 2016 eingetragener gemeinnütziger Verein im Herzen Braunschweigs, der sich mit der jüdischen Kultur in Geschichte und Gegenwart in unserer Region und darüber hinaus befasst. Unser Ziel ist es, authentische Orte und Objekte jüdischer Kultur als Teil der kulturellen Identität zwischen Harz und Heide und in ganz Niedersachsen dauerhaft sichtbar zu machen.

Wir informieren über unsere Projekte mit Hilfe des Onlineportals bzw. der Webpage sowie der Sozialen Medien Instagram, YouTube und Facebook.

Im August 2023 haben wir das Portal Jüdisches Niedersachsen online veröffentlicht, das wir mit unseren Partner*innen ständig um Inhalte und Themen erweitern. Des Weiteren kuratieren wir jeweils in den Sommermonaten Jüdische Kulturtage zwischen Harz und Heide, wir vernetzen Stolpersteininitiativen in der Region oder wir organisieren Veranstaltungen zur jüdischen Kultur in Geschichte und Gegenwart. Wir haben die OPERATION LEGENDÄR, eine interaktive XR-App mit entwickelt. Weitere innovative Projekte der digitalen Wissensvermittlung sollen folgen.

Was wir Ihnen bieten

  • Anerkennung als Pflichtpraktikum im Studium oder freiwilliges Praktikum (Mindestdauer insgesamt 6 Wochen)
  • Flexible Arbeitszeit, Teilzeitpraktikum möglich (Mindestumfang 200 Std.)
  • eine inspirierende Atmosphäre in einem engagierten Team
  • einen fundierten Einblick in die jüdische Kultur und Geschichte in unserer Region
  • Mitarbeit in spannenden Projekten und Veranstaltungen
  • eine einmalige Verbindung von Wissenschaft und Forschung, Dokumentation, Präsentation und Bildungsarbeit

Das bringen Sie mit

  • ein abgeschlossenes Grundstudium (B.A.) in einem themenrelevanten Fach
  • Interesse an der jüdischen Kultur und Geschichte
  • Kompetenz im Umgang mit Social-Media Plattformen wie Facebook, Instagram, YouTube
  • Erfahrung in Online-Recherchearbeiten
  • soziale Kompetenz
  • selbständiges Arbeiten
  • Neugier und Kreativität

Vielfalt ist einer unserer zentralen Organisationswerte. Deshalb begrüßen wir Bewerbungen unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer und sozialer Herkunft, Religion/Weltanschauung, Behinderung, Alter sowie sexueller Orientierung und Identität.

Ihre direkte Ansprechpartnerin ist Annemarie Hoffmeister: a.hoffmeister[at]ij-n.de

Ausstellung zum 75-jährigen Bestehen des Zentralrats eröffnet

Am 22.02. wurde im Städtischen Museum Braunschweig die Ausstellung „Mit eigener Stimme. 75 Jahre Zentralrat der Juden in Deutschland“ feierlich eröffnet. Noch bis zum 20. September 2026 ist die bundesweit einzigartige Schau zu sehen, die die Geschichte, die Herausforderungen und die gesellschaftliche Bedeutung des Zentralrats seit seiner Gründung beleuchtet und seine Rolle im politischen sowie kulturellen Leben Deutschlands darstellt.

Begleitend zur Ausstellung erwartet die Besucherinnen und Besucher ein interessantes Rahmenprogramm mit verschiedenen Veranstaltungen, das zusätzliche Einblicke und vertiefende Perspektiven bietet; die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Zentralrat der Juden in Deutschland sowie der Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte.

Wissenschaftliche Mitarbeiterin bzw. wissenschaftlichen Mitarbeiter (m/w/d)

Wir sind das Israel Jacobson Netzwerk für jüdische Kultur und Geschichte e.V., ein seit 2016 eingetragener gemeinnütziger Verein im Herzen Braunschweigs, der sich mit der jüdischen Kultur in Geschichte und Gegenwart in unserer Region und darüber hinaus befasst. Unser Ziel ist es, authentische Orte und Objekte jüdischer Kultur als Teil der kulturellen Identität zwischen Harz und Heide und in ganz Niedersachsen dauerhaft sichtbar zu machen.

Wir informieren über unsere Projekte mit Hilfe des Onlineportals (www.juedisches-niedersachsen.de) bzw. der Webpage (www.ij-n.de) sowie der Sozialen Medien Instagram, YouTube und Facebook.

Im August 2023 haben wir das Portal Jüdisches Niedersachsen online veröffentlicht, das wir mit unseren Partner*innen ständig um Inhalte und Themen erweitern. Des Weiteren kuratieren wir jeweils in den Sommermonaten Jüdische Kulturtage zwischen Harz und Heide. Wir haben mit der OPERATION LEGENDÄR, eine interaktive XR-App mitentwickelt. Weitere innovative Projekte der digitalen Wissensvermittlung sollen folgen.

Wir suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n

Wissenschaftliche Mitarbeiterin bzw. wissenschaftlichen Mitarbeiter (m/w/d)

(angelehnt an EG 13 TV-L, Teilzeit 50%)

Digitalgestützte Bildungsangebote zu Israel und Israelbezogenem Antisemitismus

Die Stelle ist befristet für voraussichtlich 18 Monate zu besetzen.

Unser seit Ende 2024 laufendes Projekt „Digitalgestützte Bildungsangebote zu Israel und Israelbezogenem Antisemitismus“ beinhaltet die Entwicklung und Umsetzung von digitalgestützten Bildungsangeboten zu Israel und zum Israelbezogenen Antisemitismus als eigenständiges Modul im Portal Jüdisches Niedersachsen online.

Zwei Themenseiten wurden bereits veröffentlicht:

https://juedisches-niedersachsen.de/themen/israel/israel-und-niedersachsen-in-der-gegenwart

https://juedisches-niedersachsen.de/themen/antisemitismus/israelbezogener-antisemitismus

Nicht nur die gegenwärtigen und historischen Verbindungen von Israel mit Niedersachsen stehen im Fokus, sondern auch Bildungsangebote, die über die derzeit verbreitete Ausprägung des Antisemitismus in Gestalt des Israelbezogenen Antisemitismus aufklären. Denn nicht erst seit dem Pogrom der Hamas am 7. Oktober 2023 wurde deutlich, dass sich die gegenwärtigen Formen des Antisemitismus oftmals in der Delegitimierung und Dämonisierung Israels ausdrücken. Diese Formen haben längst Einzug in die gesellschaftliche Diskussion über Israel gefunden und betreffen die Lebensrealität von Jüd*innen auch in Niedersachsen konkret.

Ihre Aufgaben

  • Eigenständige Recherche im Themenfeld Israel und Niedersachsen (Geschichte und Gegenwart), israelbezogenem Antisemitismus und digitalen Bildungsmedien zum Thema
  • Pflege und Erweiterung bestehender Kooperationen mit regionalen, überregionalen und internationalen Partner*innen, insbesondere im Bereich der Bildungsarbeit
  • Umsetzung des Moduls in Teamarbeit (Einpflegen von Inhalten in die Datenbank, Aufbau des Frontend, Verfassen von Texten, Beschaffung von Bildmaterial usw.)
  • Konzeption und Realisierung von öffentlichen Veranstaltungen bzw. anderen geeigneten Formaten für verschiedene Zielgruppen.

Ihre Qualifikation

  • Sie verfügen über eine abgeschlossene wissenschaftliche Hochschulbildung (Master oder äquivalent) bevorzugt in Erziehungs-, Kultur-, Sozial, Geschichts- oder Politikwissenschaft oder einer vergleichbaren Studienrichtung und vorzugsweise bereits über Forschungs- und/oder Projekterfahrung.
  • Sie verfügen über Erfahrungen in der antisemitismuskritischen und historisch-politischen Bildungsarbeit.
  • Sie haben ein sicheres Gespür für die Vermittlung von fundiertem Wissen an verschiedene Zielgruppen (im digitalen Raum).
  • Sie verfügen über ausgeprägte Kenntnisse im Bereich der jüdischen Kultur in Deutschland und Israel in Geschichte und Gegenwart.
  • Sie haben sehr gute Kenntnisse der deutschen Sprache.
  • Sie arbeiten selbständig, sehr strukturiert, sind kommunikativ und können gut in einem Team arbeiten.
  • Sicherheit im Umgang mit den gängigen Office-Programmen, Content-Management-Systemen (Typo3, WordPress) und Datenbanken ist erwünscht.
  • Sie verfügen über ein hohes Maß an diplomatischer, sozialer und organisatorischer Kompetenz.

Wir bieten

  • Arbeiten an spannenden Themen in einem inspirierenden Arbeitsumfeld mit einem kollegialen Team
  • einen fundierten Einblick in die jüdische Kultur in unserer Region in Geschichte und Gegenwart
  • eine einmalige Verbindung von Wissenschaft und Forschung, Dokumentation, Präsentation und Bildungsarbeit
  • flexible Arbeits- und Teilzeitmodelle

Weitere Hinweise

Vielfalt ist einer unserer zentralen Organisationswerte. Deshalb begrüßen wir Bewerbungen unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer und sozialer Herkunft, Religion/ Weltanschauung, Behinderung, Alter sowie sexueller Orientierung und Identität.
Wir erstatten keine Bewerbungskosten.

Fragen und Antworten

Sie haben noch Fragen? Ihre Ansprechpartnerin ist die wissenschaftliche Leiterin des Portals Jüdisches Niedersachsen online Rebekka Denz info[at]ij-n.de, oder unter Tel. 0178-67 23 594 (Mailbox vorhanden)
Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, schicken Sie Ihre Bewerbung mit aussagekräftigen Unterlagen im PDF-Format vorzugsweise per E-Mail an info[at]ij-n.de
oder per Post an
Israel Jacobson Netzwerk e.V.
c/o Technische Universität Braunschweig
Pockelsstraße 4
38106 Braunschweig

„Drei Religionen – Gemeinsam lachen“: Interreligiöser Motivwagen beim Schoduvel in Braunschweig

„Brunswiek Helau!“

Gestern fand in Braunschweig wieder der größte Karnevalsumzug Norddeutschlands statt. Mit dabei war erneut ein interreligiöser Mottowagen unter dem Titel „Drei Religionen – gemeinsam lachen!“, der die religiöse Vielfalt in Niedersachsen sichtbar machte.
Neben christlichen und muslimischen Vertreter*innen waren auch jüdische Repräsentant*innen auf dem Wagen vertreten. Mitgefahren ist Marina Jalowaja vom Landesverband Jüdischer Gemeinden in Niedersachsen.

Der Mottowagen stand für ein respektvolles Miteinander und für die Präsenz unterschiedlicher religiöser Gemeinschaften im öffentlichen Raum – auch im Rahmen einer traditionsreichen Großveranstaltung wie dem Braunschweiger Karnevalsumzug.

Mit der Startnummer 126 zeigte der Wagen drei bekannte Schelmenfiguren auf dem Braunschweiger Löwen – bewusst verkehrt herum dargestellt:

  • Till Eulenspiegel für den christlichen Kulturkreis
  • Hersch Ostropoler für den jüdischen Kulturkreis
  • Nasreddin Hodscha für den muslimischen Kultur-kreis

Die Figuren stehen in ihren jeweiligen Traditionen für Humor und gesellschaftliche Reflexion. Die Idee für den Wagen stammt von Ehrenzugmarschall Gerhard Baller, gestaltet wurde er von Künstler Mathias Rosenbusch.

Da in diesem Jahr Aschermittwoch und der Beginn des Ramadans zusammenfallen, folgt auf den Karneval eine weitere gemeinsame Aktion: Unter dem Motto „Fasten verbindet“ startet morgen um 15 Uhr im Rathaus am Platz der Deutschen Einheit eine interreligiöse Fastentour.

Nach einem Grußwort von Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum führt die Route zur katholischen Kirche St. Aegidien, zur Fatih Moschee in der Leopoldstraße und zum Dom St. Blasii. An den Stationen werden die jeweiligen Perspektiven auf das Fasten vorgestellt und es gibt Gelegenheit zum Austausch.