Beteiligen Sie sich: Jüdische Kulturtage zwischen Harz und Heide 2026

(16.12.2025)

Heute ist die Ankündigung für die Jüdischen Kulturtage zwischen Harz und Heide 2026 auf unserer Internetseite veröffentlicht worden.

Das Israel Jacobson Netzwerk für jüdische Kultur und Geschichte e.V. (IJN) initiiert 2026 zum siebten Mal Jüdische Kulturtage in der Region. Schirmherr der jährlichen Veranstaltungsreihe ist der Vorsitzende des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen K.d.ö.R., Herr Michael Fürst. Hauptgastgeberort des Jahres 2026 ist die Stadt Goslar.

Machen Sie mit! Institutionen, Initiativen, Gemeinden, Vereine sowie Einzelpersonen sind herzlich eingeladen, sich mit eigenen Veranstaltungen am Programm 2026 zu beteiligen und das Jahresthema „gemeinsam jüdisch. einst und heute“ kreativ mitzugestalten.

Weitere Informationen zu den Kulturtagen 2026 finden Sie hier.

Launch der Themenseite „Israelbezogener Antisemitismus“ im Portal Jüdisches Niedersachsen online am 24. November 2025

(Pressemitteilung vom 12.11.2025)

Am 24. November 2025 wird im Portal Jüdisches Niedersachsen online die neue Themenseite „Israelbezogener Antisemitismus“ freigeschaltet. Die Veröffentlichung wird im Rahmen einer Veranstaltung mit Podiumsdiskussion im BIS-Saal der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (Ammerländer Heerstraße 114-118, 26129 Oldenburg) vorgestellt. Beginn ist um 19:00 Uhr.

Die Veröffentlichung der Seite „Israelbezogener Antisemitismus“, mit Unterseiten zum Begriff des Israelbezogenen Antisemitismus, aktuellen Erscheinungsformen sowie Hintergründen zur Staatsgründung Israels, ist nach der Seite „Israel und Niedersachen in der Gegenwart“ die zweite Teilveröffentlichung des Projekts „Digitalgestützte Bildungsangebote zu Israel und Israelbezogenem Antisemitismus“ im Portal Jüdisches Niedersachsen online. Das Projekt wird vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur und dem Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen K.d.ö.R. gefördert.

Nach einleitenden Worten von Prof. Dr. Gerhard Wegner, dem niedersächsischen Landesbeauftragten gegen Antisemitismus und für den Schutz jüdischen Lebens und Esther Belgorodski, der Präsidentin des VJSNord und Mitglied im Beraterkreis Antisemitismusbeauftragter Niedersachsen, folgt eine Kurzvorstellung der neuen Themenseite.  Im Anschluss diskutieren auf dem Podium Prof. Dr. Julia Bernstein (Frankfurt UAS), Dr. Ingo Elbe (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg), Katarzyna Miszkiel-Deppe (RIAS Niedersachsen) sowie Dr. Carina Branković und Friederike Henjes (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg/ZABIN) über Bildung gegen israelbezogenen Antisemitismus nach dem 7. Oktober 2023.

Aus Planungs- und Sicherheitsgründen bitten wir um eine verbindliche Anmeldung bis zum 20. November 2025 per E-Mail an veranstaltungen@ij-n.de

 

ISRAEL JACOBSON NETZWERK für jüdische Kultur und Geschichte e.V.

c/o Technische Universität Braunschweig

Pockelsstraße 4, 38106 Braunschweig

Fon 0178 6723594

info@ij-n.de

Pressekontakt

Jan Rickermann, j.rickermann@ij-n.de

 

Zum Hintergrund:

Die Themenseite Israelbezogener Antisemitismus ist ein Element des Projektes Digitalgestützte Bildungsangebote zu Israel und Israelbezogenem Antisemitismus, das vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur und dem Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen K.d.ö.R. gefördert wird.

Angesichts des gegenwärtig wiedererstarkenden offenen Antisemitismus macht sich das Projekt zur Aufgabe, Wissen über jüdische Kultur und Geschichte, das jüdische Leben in der Gegenwart wie auch über Antisemitismus breiter zu streuen. Der geografische Bezug zwischen Israel und Niedersachsen kann an den lebhaften Beziehungen seit der Staatsgründung Israels 1948 abgelesen werden.

Nicht nur die gegenwärtigen und historischen Verbindungen von Israel mit der Region stehen im Fokus, sondern auch Bildungsangebote, die über die derzeit verbreitete Ausprägung des Antisemitismus in Gestalt des Israelbezogenen Antisemitismus aufklären. Denn nicht erst seit dem Pogrom der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 wurde deutlich, dass sich die gegenwärtigen Formen des Antisemitismus oftmals in der Delegitimierung und Dämonisierung Israels ausdrücken. Diese Formen haben längst Einzug in die gesellschaftliche Diskussion über Israel gefunden und betreffen die Lebensrealität von Jüd*innen auch in Niedersachsen konkret.

Die Arbeitsergebnisse des im November 2024 begonnen Projektes werden im Portal Jüdisches Niedersachsen online eingebunden. Dabei handelt es sich um ein Digitalprojekt des Israel Jacobson Netzwerks für jüdische Kultur und Geschichte e. V. mit Sitz in Braunschweig. Dieses hat sich zur Aufgabe gemacht auf unterschiedlichen Weisen das jüdische Niedersachsen in seinen vielen Facetten zu zeigen. Das jüdische Leben in Vergangenheit und Gegenwart wird sichtbar gemacht sowie Personen, Einrichtungen und Orte jüdischen Lebens beleuchtet. Informationen der jüdischen Geschichte und Gegenwart Niedersachsens sind in diesem Portal zusammengetragen. Es vermittelt die bedeutende, noch viel zu wenig bekannte jüdische Geschichte und zugleich die Präsenz heutigen jüdischen Lebens im Bundesland. Das Portal ist zugleich eine Maßnahme gegen den aktuell wieder sichtbar werdenden Antisemitismus und verknüpft dabei zukunftsorientiert viele Aspekte jüdischen Lebens.

Mit dem Portal Jüdisches Niedersachsen online setzt das Israel Jacobson Netzwerk für jüdische Kultur und Geschichte e.V. seine Arbeit fort, Themen, authentische Orte und Objekte jüdischer Kultur in Geschichte und Gegenwart als Teil der kulturellen Identität in der Region zwischen Harz und Heide und darüber hinaus dauerhaft sichtbar zu machen. Seit seiner Gründung im April 2016 engagieren sich regionale Institutionen, wissenschaftliche und kulturelle Einrichtungen sowie interessierte Privatleute für die Erforschung und Vermittlung der in Vergangenheit und Gegenwart reichen jüdischen Kultur in unserer Region.

Das Projekt Digitalgestützte Bildungsangebote zu Israel und Israelbezogenem Antisemitismus wird gefördert durch:

              

Ausstellung „Haus der Ewigkeit“. Die Stadt Seesen und die Ev.–luth. Kirchengemeinde St. Vitus und St. Andreas in Seesen in Kooperation mit dem Freundeskreis zur Dokumentation jüdischer Friedhöfe im mitteleuropäischen Kulturraum e. V.

(Gemeinsame Pressemitteilung der Stadt Seesen, der Ev.–luth. Kirchengemeinde St. Vitus und St. Andreas in Seesen und des Israel Jacobson Netzwerks vom 9.11.2025)

 Am Sonntag, den 9.11.2025 eröffnete um 16.00 Uhr die Ausstellung „Haus der Ewigkeit“ im Ev. Kirchenzentrum der Stadt Seesen. Zentraler Gegenstand sind jüdische Friedhöfe in Mitteleuropa, die Marcel-Th. und Klaus Jacobs seit 2004 mit ihrer analogen Kamera dokumentiert haben, um sich so für den Erhalt dieser steinernen Denkmale und Gedenkorte einzusetzen.

Das Besondere am Veranstaltungsort Seesen – zur bestehenden Ausstellung „Haus der Ewigkeit“ werden erstmals auch Fotografien vom jüdischen Friedhof Seesen gezeigt, die Marcel-Th. Jacobs mit seiner analogen Leica-Kamera im März 2025 aufgenommen hat. Die Stadt Seesen und die Ev. – luth. Kirchengemeinde St. Vitus und St. Andreas erschaffen somit, neben der offiziellen Kranzniederlegung um 11.00 Uhr auf dem Jacobson-Platz, ein weiteres Stück zentraler Erinnerungskultur zum Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht vom 9.11.1938.

Neben den Bethäusern und Mikwaot (rituelle Tauchbäder) zählen Friedhöfe zu den zentralen Einrichtungen jüdischer Gemeinden; sie sind damit ein wesentlicher Bestandteil der jüdischen Alltagskultur. In ihnen spiegelt sich die große berufliche Vielfalt der einstigen jüdischen Bevölkerung und ihr sozialer Status wider: Industrielle, Bankiers und Kaufleute (überwiegend aus der Textilwirtschaft), Hoteliers, Handwerker, Landwirte, Arbeiter, Politiker, Rechtsanwälte, Rabbiner, Talmudgelehrte, Philosophen, Wissenschaftler, Mediziner, Schauspieler, Künstler und Sportler – hinter jedem Grabstein steht die Biographie eines Verstorbenen.

Marcel-Th. Jacobs erläutert als Mit-Initiator und Fotograf das Ziel der Ausstellung: „Einen kleinen Teil unserer fotografischen Dokumentation von inzwischen 91 jüdischen Friedhöfen in Deutschland, Polen, der Ukraine und der Tschechischen Republik sowie im Baltikum präsentieren wir Ihnen hier in unserer Ausstellung. Kurze Steckbriefe erläutern die örtlichen Gegebenheiten und Hintergründe der besuchten Friedhöfe. Dabei geht es uns in erster Linie um die fotografische Erfassung dieser fast verloren gegangenen Sepulkralkultur und nicht um eine wissenschaftliche Erforschung.“

Die eindrucksvollen Schwarz-Weiß-Fotografien, aufgenommen mit einer analogen Leica-Kamera, fangen die Atmosphäre auf den Friedhöfen ein. Viele spannende Details sind auf den 48 Aufnahmen zu entdecken, die von den Spuren des vergangenen jüdischen Alltags zeugen.

Die Ausstellung „Haus der Ewigkeit“ ist bis zum 27. Januar 2026 zu den regulären Öffnungszeiten der Ev. Kirchengemeinde in Seesen zu sehen.

 

Zusatzinfo:

1805 kaufte Israel Jacobson in Seesen ein Areal für einen jüdischen Friedhof, die ersten Bestattungen fanden erst ab 1836 statt. Heute befinden sich noch ca. 100 Grabsteine auf dem Friedhof. Die ältesten Steine (Sandsteine) befinden sich im oberen Teil des Friedhofs, versehen mit hebräischen Inschriften. Die neueren Steine folgen weiter im unteren Teil des Friedhofes als Granitsteine und weisen neben den hebräischen auch deutsche Inschriften auf. 

Neben den einzigartigen baulichen Gegebenheiten des jüdischen Friedhofes in Seesen findet sich dort auch eine weitere Besonderheit: zwei christliche Gräber. 

 

                     

Ausstellung „Haus der Ewigkeit“ in Seesen

Am 9. November 2025 eröffnet im Evangelischen Kirchenzentrum Seesen die Ausstellung Haus der Ewigkeit – Jüdische Friedhöfe im mitteleuropäischen Kulturraum. Die Fotodokumentation von Marcel-Th. und Klaus Jacobs zeigt beeindruckende Aufnahmen aus Deutschland, Polen, der Ukraine und der Tschechischen Republik – erstmals auch vom jüdischen Friedhof in Seesen.

Ausstellungseröffnung: 9. November 2025 um 16:00 Uhr

Öffnungszeiten
Di. – Fr. 9:00 Uhr bis 12:00 Uhr
Do. 15:00 Uhr 17:00 Uhr

Mehr Informationen zur Ausstellung finden Sie hier.

Neues digitales Angebot im Portal Jüdisches Niedersachsen online: Weserbergland – eine Themenseite mit Bernhard Gelderblom

(Pressemitteilung vom 21.10.2025)

Im Rahmen einer Veranstaltung am 28. Oktober um 16:00 Uhr wird der Öffentlichkeit in der Tourist-Information in Hameln (Deisterallee 1, 31785 Hameln) ein neues digitales Angebot im Portal Jüdisches Niedersachsen online vorgestellt.

Als Grußwortredner beteiligen sich an der Veranstaltung: Michael Fürst (Präsident des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen), Dirk Adomat (Landrat des Landkreises Hameln-Pyrmont) und Claudio Griese (Oberbürgermeister Stadt Hameln). Zudem findet ein Podiumsgespräch zwischen PD Dr. Jonathan Voges und Bernhard Gelderblom statt. Als Teilveröffentlichung der Themenseite Jüdische Geschichte im ländlichen Raum – Lokalforschungen wird eine Unterseite über Bernhard Gelderblom und seine Arbeit über die jüdische Geschichte des niedersächsischen Weserberglandes im Portal vorgestellt.

Die Gegend um Hameln ist durch eine wechselhafte Geschichte geprägt, die sich auch in der Besiedlung durch jüdische Frauen, Männer und Kindern zeigt. In der von Handelsrouten durchzogenen Region bildeten sich viele kleine jüdische Gemeinden und Gemeinschaften, die zumeist bis in die Zeit des Nationalsozialismus bestanden. Zeugnis davon ist die im Vergleich zu anderen Regionen Niedersachsens hohe Anzahl an jüdischen Friedhöfen bzw. Grabstellen.

Der Lokalforscher Bernhard Gelderblom aus Hameln verfügt über ein reichhaltiges Wissen zur jüdischen Geschichte im niedersächsischen Weserbergland. Seine in den 1980er Jahren begonnene und bis heute andauernde Forschungsarbeit resultiert in vielen Publikationen, Ausstellungen und erinnerungskulturellen Projekten.

 

ISRAEL JACOBSON NETZWERK für jüdische Kultur und Geschichte e.V.
c/o Technische Universität Braunschweig
Pockelsstraße 4, 38106 Braunschweig
Fon 0178 6723594

Pressekontakt
Julia Meyer, j.meyer@ij-n.de

 

 

Zum Hintergrund:
Jüdisches Leben fand im deutschsprachigen Raum über Jahrhunderte hinweg maßgeblich auf dem Land statt. Auch in dem Gebiet des heutigen Bundeslandes Niedersachsens gab es jüdisches Leben im ländlichen Raum. Diese wichtige Ansiedlungsform und Ausprägung jüdisch-niedersächsischer Kultur ist bislang nur punktuell thematisiert und lediglich unsystematisch erforscht. In den letzten Jahrzehnten haben sich viele Lokalforscherinnen und -forscher jenseits der Ballungszentren um die Beschäftigung mit ihrer jüdischen Ortsgeschichte verdient gemacht.

Die Materialien ausgewählter Lokalforscherinnen und -forscher aus allen Gebieten des ländlichen Niedersachsens stehen im Fokus des Projektes. Angestrebt wird – in enger Zusammenarbeit mit den Forschenden – exemplarische Bestände und jüdische Ortsgeschichten aus dem ländlichen Raum in ansprechender Form aufzubereiten, edukativ zu nutzen und wissenschaftlich auszuwerten.

Die Arbeitsergebnisse des Ende 2024 begonnen Projektes werden im Portal Jüdisches Niedersachsen online veröffentlicht.

Dabei handelt es sich um ein Digitalprojekt des Israel Jacobson Netzwerks für jüdische Kultur und Geschichte e.V. mit Sitz in Braunschweig. Dieses hat sich zur Aufgabe gemacht, auf unterschiedlichen Weisen das jüdische Niedersachsen in seinen vielen Facetten zu zeigen. Personen, Einrichtungen und Orte jüdischen Lebens werden beleuchtet. Es vermittelt die bedeutende, noch viel zu wenig bekannte jüdische Geschichte und zugleich die Präsenz heutigen jüdischen Lebens im Bundesland. Das Portal ist zugleich eine Maßnahme gegen den aktuell wieder sichtbar werdenden Antisemitismus und verknüpft dabei zukunftsorientiert viele Aspekte jüdischen Lebens.

Mit dem Portal Jüdisches Niedersachsen online setzt das Israel Jacobson Netzwerk für jüdische Kultur und Geschichte e.V. seine Arbeit fort, Themen, authentische Orte und Objekte jüdischer Kultur in Geschichte und Gegenwart als Teil der kulturellen Identität in der Region zwischen Harz und Heide und darüber hinaus dauerhaft sichtbar zu machen. Seit seiner Gründung im April 2016 engagieren sich regionale Institutionen, wissenschaftliche und kulturelle Einrichtungen sowie interessierte Privatleute für die Erforschung und Vermittlung der in Vergangenheit und Gegenwart reichen jüdischen Kultur in unserer Region.

 

Das Projekt wird von der Klosterkammer Hannover, der Stiftung Niedersachsen und der VGH Stiftung gefördert.

 

 

BRING THEM HOME NOW. Gedenkveranstaltung zum 07. Oktober 2023.

Für die Freilassung der Geiseln. Gegen den Terror und jeden Antisemitismus

Vor 2 Jahren, am 07. Oktober 2023, wurden 1.200 Menschen von den Terroristen auf grausamste Art ermordet und ca. 250 Menschen nach Gaza verschleppt.
Heute befinden sich noch immer fast 50 Menschen in der Gewalt der Terroristen und ihrer Helfer*innen, darunter Israelis und Nicht-Israelis. 20 Entführte sind nach israelischen Informationen noch am Leben.
Ein breites Bündnis aus Braunschweiger Organisationen lädt ein zu einer Gedenkveranstaltung am

Dienstag, 07. Oktober 2025 um 17.30 Uhr auf dem Platz der deutschen Einheit in Braunschweig.

Verbunden mit unserer Einladung ist auch die herzliche Bitte und Ermutigung, dabei zu sein, soweit Sie es ermöglichen können, damit wir gemeinsam ein starkes sicht- und hörbares Zeichen der Freundschaft und Solidarität mit den Opfern und Geiseln, ihren Familien und Freund*innen, Israel und seinen Menschen, unseren Freund*innen in Kiryat Tivon sowie allen Jüdinnen*Juden setzen können in bedrohlichen und sehr schweren Zeiten.

BRING THEM HOME NOW. Gedenkveranstaltung zum 07. Oktober 2023. Für die Freilassung der Geiseln. Gegen den Terror und jeden Antisemitismus
Wann: 07.10.2025 17:30h
Wo: Platz der deutschen Einheit, Braunschweig

„Shalom, Digga. Sag Nein zu Judenhass. Eine Kampagne von Niedersachsen gegen Antisemitismus“.

Das Israel Jacobson Netzwerk unterstützt die Kampagne „Shalom, Digga. Sag Nein zu Judenhass. Eine Kampagne von Niedersachsen gegen Antisemitismus“.

Folgt der Kampagne auf Instagram und TikTok.

Gezeigt wird, wie Judenhass heute aussieht, woher gefährliche Verschwörungserzählungen kommen, und was sie mit uns zu tun haben. Die Kampagne vermittelt Einblicke in jüdisches Leben, räumt mit Vorurteilen auf und gibt Tipps, wie wir reagieren können, wenn uns Judenhass begegnet.

Bedeutende Schenkung: 30 Werke von E. M. Lilien für das Braunschweigische Landesmuseum

Das Braunschweigische Landesmuseum hat eine außergewöhnliche Schenkung aus dem Nachlass des Jugendstil-Künstlers Ephraim Moses Lilien (1874–1925) erhalten. Mit 30 Grafiken wird Braunschweig nun zu einem der wichtigsten Sammlungsorte für das Werk Liliens in Europa.

Die Blätter stammen aus dem Besitz der Familie Lilien. Über Helene Lilien, geb. Magnus – Ehefrau des Künstlers und Tochter des Braunschweiger Justizrates Otto Magnus – gelangten sie in den Familiennachlass. In den 1960er-Jahren gingen die Werke an die Nichte des Künstlers, Lilian Houss. Nach deren Tod entschloss sich ihr Ehemann, Max Houss, die Sammlung dem Landesmuseum zu übergeben. Entscheidende Impulse dazu gab der Kontakt im Rahmen der Sonderausstellung „E. M. Lilien: Träumen von Israel“, die zum 100. Todestag des Künstlers gezeigt wird.

Die Werke bereichern die Judaica-Sammlung des Hauses, die bereits mehr als 1.000 Objekte umfasst. Zu sehen sind unter anderem Familienporträts, etwa von Liliens Kindern Otto und Hannah, Reiseimpressionen aus dem Nahen Osten sowie ein kunstvolles Exlibris für Leo M. Brown. Besonders berührend ist die Darstellung des kleinen Otto mit einem Holzspielzeug in der Stube seiner Mutter.

Museumsdirektorin Dr. Heike Pöppelmann betont:
„Wir sind dankbar für das Vertrauen der Familie und freuen uns, dass mit der Schenkung der Sammlung Lilien-Houss eine bedeutende Erweiterung unserer Judaica-Sammlung möglich wird.“

Die Familie Houss zeigt sich ihrerseits bewegt, dass die Werke in Braunschweig ein neues Zuhause gefunden haben – in einem Jahr, das sowohl an den 100. Todestag Liliens als auch an den 100. Geburtstag von Max Houss erinnert.

Dank der Unterstützung der Eckensberger-Stiftung konnte die Überführung der Werke aus Florida/USA realisiert werden. Besucherinnen und Besucher können die Schenkung ab dem 28. August in der Ausstellung „E. M. Lilien: Träumen von Israel“ im Landesmuseum Hinter Aegidien entdecken.

 

Veranstaltungshinweis:

Am 31. August 2025 feiert das Landesmuseum Hinter Aegidien von 12 bis 17 Uhr ein Jüdisches Sommerfest/das Jüdische Sommerfest – der Eintritt ist frei. Besucher*innen erwartet ein buntes Programm mit Musik, Kurzführungen, israelischen Spezialitäten und Aufführungen des preisgekrönten Puppentheaters „bubales“. Unter dem Motto „100 Jahre Hornburger Synagoge“ lädt das Fest dazu ein, Kultur zu genießen und jüdisches Leben in seiner Vielfalt kennenzulernen. Ein Angebot für die ganze Familie mit kreativen Mitmachaktionen rundet den Tag ab. Die jüngst aus Florida eingetroffenen Grafiken (Auswahl) sind im Rahmen des Jüdischen Sommerfestes in der Ausstellung ‚E. M. Lilien: Träumen von Israel‘ zu sehen und bleiben bis zum Ende der Laufzeit der Schau ausgestellt.

Launch der Themenseite Jüdische Geschichte im ländlichen Raum – Lokalforschungen

(Pressemitteilung vom 25.08.2025)

Am 28. August um 19:00 Uhr wird im Jacobson-Haus in Seesen (Jacobsonplatz 1, 38723 Seesen) eine neue Themenseite im Portal Jüdisches Niedersachsen online veröffentlicht.

Als erste Teilveröffentlichung der Themenseite Jüdische Geschichte im ländlichen Raum – Lokalforschungen stellen wir eine Unterseite über Dr. Joachim Frassl und seine Arbeit über die jüdische Geschichte Seesens im Portal vor.

Der Kurzvorstellung der Seite schließt sich ein Vortrag von Dr. Joachim Frassl an. Der Referent hat zur Jacobson´schen Waisenanstalt in Seesen geforscht und liest aus den Erinnerungen eines der ersten Zöglinge aus den Jahren kurz nach 1855. Es ist ein einzigartiges, sehr illustratives Dokument aus der Gründungszeit der Waisenanstalt.

Die Veranstaltung ist Teil der Jüdischen Kulturtage zwischen Harz und Heide 2025.

Es wird an diesem Abend einen Büchertisch mit den verfügbaren Werken von Dr. Frassl geben.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht notwendig.

 

ISRAEL JACOBSON NETZWERK für jüdische Kultur und Geschichte e.V.
c/o Technische Universität Braunschweig
Pockelsstraße 4, 38106 Braunschweig
Fon 0178 6723594

Pressekontakt
Julia Meyer, j.meyer@ij-n.de

Zum Hintergrund:

Jüdisches Leben fand im deutschsprachigen Raum über Jahrhunderte hinweg maßgeblich auf dem Land statt. Auch in dem Gebiet des heutigen Bundeslandes Niedersachsens gab es jüdisches Leben im ländlichen Raum. Diese wichtige Ansiedlungsform und Ausprägung jüdisch-niedersächsischer Kultur ist bislang nur punktuell thematisiert und lediglich unsystematisch erforscht. In den letzten Jahrzehnten haben sich viele Lokalforscherinnen und -forscher jenseits der Ballungszentren um die Beschäftigung mit ihrer jüdischen Ortsgeschichte verdient gemacht.

Die Materialien ausgewählter Lokalforscherinnen und -forscher aus allen Gebieten des ländlichen Niedersachsens stehen im Fokus des Projektes. Angestrebt wird – in enger Zusammenarbeit mit den Forschenden – exemplarische Bestände und jüdische Ortsgeschichten aus dem ländlichen Raum in ansprechender Form aufzubereiten, edukativ zu nutzen und wissenschaftlich auszuwerten.

Die Arbeitsergebnisse des Ende 2024 begonnen Projektes werden im Portal Jüdisches Niedersachsen online veröffentlicht.

Dabei handelt es sich um ein Digitalprojekt des Israel Jacobson Netzwerks für jüdische Kultur und Geschichte e.V. mit Sitz in Braunschweig. Dieses hat sich zur Aufgabe gemacht, auf unterschiedlichen Weisen das jüdische Niedersachsen in seinen vielen Facetten zu zeigen. Personen, Einrichtungen und Orte jüdischen Lebens werden beleuchtet. Es vermittelt die bedeutende, noch viel zu wenig bekannte jüdische Geschichte und zugleich die Präsenz heutigen jüdischen Lebens im Bundesland. Das Portal ist zugleich eine Maßnahme gegen den aktuell wieder sichtbar werdenden Antisemitismus und verknüpft dabei zukunftsorientiert viele Aspekte jüdischen Lebens.

Mit dem Portal Jüdisches Niedersachsen online setzt das Israel Jacobson Netzwerk für jüdische Kultur und Geschichte e.V. seine Arbeit fort, Themen, authentische Orte und Objekte jüdischer Kultur in Geschichte und Gegenwart als Teil der kulturellen Identität in der Region zwischen Harz und Heide und darüber hinaus dauerhaft sichtbar zu machen. Seit seiner Gründung im April 2016 engagieren sich regionale Institutionen, wissenschaftliche und kulturelle Einrichtungen sowie interessierte Privatleute für die Erforschung und Vermittlung der in Vergangenheit und Gegenwart reichen jüdischen Kultur in unserer Region.

Das Projekt wird von der Klosterkammer Hannover, der Stiftung Niedersachsen und der VGH Stiftung gefördert.

 

 

„jüdisch dabei“. Die Jüdischen Kulturtage zwischen Harz und Heide 2025

Gemeinsame Pressemitteilung der Stadt Seesen und des Israel Jacobson Netzwerks für jüdische Kultur und Geschichte e.V. vom 14.8.2025

Im Rahmen der diesjährigen Jüdischen Kulturtage zwischen Harz und Heide erwartet das Publikum vom 24. August bis 28. September ein vielfältiges Programm zwischen Kulinarik und Konzert, Film und Führungen. Mehr als 50 Veranstaltungen an 15 Orten geben facettenreiche Einblicke in jüdisches Leben – damals wie heute.  Eine Übersicht aller Veranstaltungen finden Sie auf der Webseite des Israel Jacobson Netzwerks (www.ij-n.de). Hier können Sie auch das Programmheft herunterladen. Die Druckversion ist bei den Tourist-Informationen der Region erhältlich.

Schirmherr der vom Israel Jacobson Netzwerk (IJN) konzipierten Veranstaltungsreihe ist Michael Fürst, Vorsitzender des Landesverbands der Jüdischen Gemeinden in Niedersachsen K.d.ö.R. Das Motto jüdisch dabei versinnbildlicht die Idee der Inklusion, eines friedlichen Zusammenlebens, und ist damit heute aktueller denn je.

In diesem Jahr steht die Stadt Seesen im Mittelpunkt der regionalen Veranstaltungsreihe. Allein hier finden in den nächsten Wochen zwölf Veranstaltungen statt. Seesen war ein Zentrum der jüdischen Reformen, die Israel Jacobson im frühen 19. Jahrhundert initiiert hat. Gewürdigt wird in diesem Jahr insbesondere Meyer Jacobson (1789–1877), der Sohn von Israel Jacobson und erste Ehrenbürger Seesens.

Gemeinsam laden die Stadt Seesen und das IJN herzlich zur Eröffnung der Jüdischen Kulturtage am 24. August um 11 Uhr in das Jacobson-Haus in Seesen (Jacobsonplatz 1, 38723 Seesen) ein. Anlässlich der Eröffnung wird eine eigens für die Jüdischen Kulturtage erstellte Stadtführung zum Leben und Wirken von Meyer Jacobson angeboten. Gespannt sein dürfen Sie auch auf „Nach dem 7. Oktober. Ein Podiumsgespräch über sexualisierte Gewalt, israelbezogenen Antisemitismus und gesellschaftliche Reaktionen“ am 18. September im Städtischen Museum (Haus am Löwenwall) in Braunschweig. In Goslar bieten Schüler*innen der Adolf-Grimme-Gesamtschule am 26. September einen geführten Spaziergang durch die jüdische Geschichte in Goslar in der NS-Zeit an.

Unser großer Dank gilt allen beteiligten Veranstaltern und insbesondere den fördernden Institutionen der diesjährigen Jüdischen Kulturtage: Stadt Seesen, Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz (SBK), Braunschweigische Sparkassenstiftung, Rotary Club Braunschweig-Hanse, Bürgerstiftung Braunschweig, Amadeu Antonio-Stiftung Berlin und Bundesministerium für Familie, Bildung, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogrammes „Demokratie leben!“.

 

Nähere Informationen für die Presse: 

Jüdische Kulturtage zwischen Harz und Heide 2025

Israel Jacobson Netzwerk für jüdische Kultur und Geschichte e.V.
c/o Technische Universität Braunschweig
Pockelsstraße 4, 38106 Braunschweig

Ansprechpartnerinnen: Rebekka Denz und Katrin Keßler

Tel. 0178-67 23 594 (Mailbox vorhanden)

info@ij-n.de