Das Programmheft für die Jüdischen Kulturtage 2025 ist da

Das Gesamtprogramm der Jüdischen Kulturtage zwischen Harz und Heide 2025 ist da. Alle Informationen zu den diesjährigen Kulturtagen können Sie hier entnehmen.

Das Gesamtprogramm der Jüdischen Kulturtage finden Sie hier zum freien Download: Programm Jüdische Kulturtage 2025

oder in unserem Veranstaltungskalender.

Das gedruckte Programmheft wird an vielen Orten in der Region zwischen Harz und Heide ausliegen ebenso wie Werbeplakate, die auf die regionale Veranstaltungsreihe hinweisen werden.

Die Eröffnung findet am 24. August 2025 um 11 Uhr in Seesen statt. Wir würden uns freuen Sie dort zu begrüßen!

IJN erhält Rotary-Hanse-Förderpreis

Auch in diesem Jahr hat der Rotary Club Braunschweig-Hanse erneut den Rotary-Hanse-Förderpreis vergeben. Mit einem Gesamtfördervolumen von 25.000 Euro wurden dabei mehrere regionale Projekte ausgezeichnet. Der Club würdigt damit das vielfältige soziale und kulturelle Engagement von Initiativen und Vereinen in der Region.

Insgesamt gingen 27 Bewerbungen ein; hieraus wählte eine Jury acht Projekte aus. Die drei erstplatzierten Projekte dürfen sich jeweils über 5.000 Euro freuen, während die fünf zweitplatzierten Projekte mit je 2.000 Euro gefördert werden.

Die ersten Plätze belegten folgende Initiativen:

  • Das Projekt „Fahrradübungsplatz für Fahrradanfänger*innen für die Fahrradprüfung“ des Vereins Wir helfen Kindern

  • Die „Traumapädagogische Ressourcengruppe“ des Vereins für Erziehende, Familien und junge Menschen

  • Das Projekt „Kultur für Alle“ vom Verein Kulturwunsch Wolfenbüttel

Zu den zweitplatzierten Preisträgern gehört auch das Israel Jacobson Netzwerk, das für sein Projekt „Fünf Veranstaltungen in Braunschweig im Rahmen der Jüdischen Kulturtage zwischen Harz und Heide“ ausgezeichnet wurde – worüber wir uns sehr freuen.

Weitere zweite Preise gingen an:

  • Das Projekt „Glöckchenbaum“ der Künstlerin Yvonne Salzmann

  • Den „Color Music Children’s Choir“

  • Das Projekt „Fit für den Umgang mit Bürokratie“ des Fördervereins westliches Ringgebiet Nord

  • Das Projekt „Therapeutisches Boxen gegen Parkinson“ der PaJuBS-Parkinson Selbsthilfegruppe

Jahresbericht 2024 von RIAS Niedersachsen veröffentlicht

Die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Niedersachsen (RIAS) hat ihren neuen Jahresbericht vorgelegt. Für das Jahr 2024 wurden insgesamt 650 antisemitische Vorfälle dokumentiert – ein Anstieg um 86 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (2023: 349 Fälle) und damit der höchste Stand seit Beginn der Erfassung.

Die dokumentierten Vorfälle reichen von verbalen Angriffen, Bedrohungen und Sachbeschädigungen bis hin zu drei Fällen extremer Gewalt – darunter ein Brandanschlag auf die Synagoge in Oldenburg. Besonders auffällig ist, dass sich mehr als ein Drittel der Vorfälle auf Israel bezogene Inhalte richtete, viele davon im Kontext des Nahost-Konflikts.

Der Bericht zeigt eindrücklich, wie präsent Antisemitismus auch in Niedersachsen ist – im Alltag, in Schulen, auf Demonstrationen und online. RIAS will mit seiner Arbeit das Dunkelfeld sichtbar machen, Betroffene stärken und einen Beitrag zur politischen Handlungsfähigkeit leisten.

Hier geht’s zum vollständigen Bericht.

Launchveranstaltung zur neuen Themenseite im Onlineportal

(6.05.2025)

Im Rahmen einer Abendveranstaltung in Braunschweig wird am 20. Mai eine neue Seite im Portal veröffentlicht. Das Thema Niedersachsen und Israel in der Gegenwart wird in den Blick genommen. Wir freuen uns über Ihre Anmeldung zur Veranstaltung bis zum 16. Mai unter veranstaltungen@ij-n.de

Die Themenseite wurde im Rahmen des IJN-Projektes „Digitalgestützte Bildungsangebote zu Israel und Israelbezogenem Antisemitismus“ entwickelt. Das Projekt wird gefördert durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur und den Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen K.d.ö.R.

Zur Veranstaltung

„Ein Ort für uns“ im Braunschweigischen Landesmuseum

(26.05.2025)

© Braunschweigisches Landesmuseum, Anja Pröhle

Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Hornburger Synagoge zeigt das Braunschweigische Landesmuseum unter dem Titel „Ein Ort für uns“ drei Sonderausstellungen mit künstlerischen Perspektiven auf Israel und den Zionismus. Die Werke von E. M. Lilien, Iris Hassid und Sarai Meyron spannen einen Bogen vom frühen 20. Jahrhundert bis zur Gegenwart und thematisieren Identität, Zugehörigkeit und gesellschaftliche Spannungen.

Ergänzend lohnt ein Blick auf den digitalen Streifzug Jüdische Orte zwischen Harz und Heide, in dem auch das Geburtshaus E. M. Liliens vorgestellt wird.

Weitere Infos zu den Ausstellungen finden Sie hier.

Galka Scheyers Villa in Los Angeles gerettet

(20.03.2025)

Galka Scheyers Villa in Los Angeles, ein bedeutendes Bauwerk des Architekten Richard Neutra, wurde vor den verheerenden Bränden gerettet und soll künftig als Kulturstätte erhalten bleiben. Die aus Braunschweig stammende Kunstvermittlerin war eine zentrale Figur in der Förderung des Expressionismus in den USA und präsentierte in ihrem lichtdurchfluteten Haus Werke der „Blauen Vier“ – Kandinsky, Klee, Feininger und Jawlensky. Dank einer kürzlich erschienenen Biografie über Scheyer ist das Interesse an ihrem Leben neu entfacht.

Laut einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hat die Villa einen neuen Besitzer gefunden, der das Haus bewahren und restaurieren möchte. Bevor die Sanierungsarbeiten beginnen, wird die salvadorianische Künstlerin Beatriz Cortez dort einziehen, deren Atelier durch die Brände zerstört wurde. Der Braunschweiger Dramaturg Gilbert Holzgang, Autor der Biografie über Scheyer, zeigt sich erfreut über die Aufmerksamkeit, die Scheyers Vermächtnis erhält. Auch seine Arbeit wurde in den USA gewürdigt – sowohl der Leiter des Thomas-Mann-Hauses als auch der neue Eigentümer des Hauses lobten seine Biografie.

Wer sich intensiver mit Galka Scheyers Leben und Wirken befassen möchte, kann dies über Galka Scheyer-Atlas tun. Zusätzlich wird Holzgangs Solostück „Galka Scheyer, ganz allein“ am 28. März im Gliesmaroder Turm in Braunschweig aufgeführt – eine besondere Gelegenheit, sich mit der faszinierenden Geschichte dieser beeindruckenden Kunstpromoterin auseinanderzusetzen.

Wiss. Praktikum „Jüdische Kultur in Geschichte und Gegenwart in Niedersachsen“

Wir sind das Israel Jacobson Netzwerk, ein seit 2016 eingetragener gemeinnütziger Verein im Herzen Braunschweigs, der sich mit der jüdischen Kultur in Geschichte und Gegenwart in unserer Region und darüber hinaus befasst. Unser Ziel ist es, authentische Orte und Objekte jüdischer Kultur als Teil der kulturellen Identität zwischen Harz und Heide und in ganz Niedersachsen dauerhaft sichtbar zu machen.

Wir informieren über unsere Projekte mit Hilfe des Onlineportals bzw. der Webpage sowie der Sozialen Medien Instagram, YouTube und Facebook.

Im August 2023 haben wir das Portal Jüdisches Niedersachsen online veröffentlicht, das wir mit unseren Partner*innen ständig um Inhalte und Themen erweitern. Des Weiteren kuratieren wir jeweils in den Sommermonaten Jüdische Kulturtage zwischen Harz und Heide, wir vernetzen Stolpersteininitiativen in der Region oder wir organisieren Veranstaltungen zur jüdischen Kultur in Geschichte und Gegenwart. Wir haben die OPERATION LEGENDÄR, eine interaktive XR-App mit entwickelt. Weitere innovative Projekte der digitalen Wissensvermittlung sollen folgen.

Was wir Ihnen bieten

  • Anerkennung als Pflichtpraktikum im Studium oder freiwilliges Praktikum (Mindestdauer insgesamt 6 Wochen)
  • Flexible Arbeitszeit, Teilzeitpraktikum möglich (Mindestumfang 200 Std.)
  • eine inspirierende Atmosphäre in einem engagierten Team
  • einen fundierten Einblick in die jüdische Kultur und Geschichte in unserer Region
  • Mitarbeit in spannenden Projekten und Veranstaltungen
  • eine einmalige Verbindung von Wissenschaft und Forschung, Dokumentation, Präsentation und Bildungsarbeit

Das bringen Sie mit

  • ein abgeschlossenes Grundstudium (B.A.) in einem themenrelevanten Fach
  • Interesse an der jüdischen Kultur und Geschichte
  • Kompetenz im Umgang mit Social-Media Plattformen wie Facebook, Instagram, YouTube
  • Erfahrung in Online-Recherchearbeiten
  • soziale Kompetenz
  • selbständiges Arbeiten
  • Neugier und Kreativität

Vielfalt ist einer unserer zentralen Organisationswerte. Deshalb begrüßen wir Bewerbungen unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer und sozialer Herkunft, Religion/Weltanschauung, Behinderung, Alter sowie sexueller Orientierung und Identität.

Ihre direkte Ansprechpartnerin ist Annemarie Hoffmeister: a.hoffmeister[at]ij-n.de

Stellenausschreibung im Pdf-Format

Anja Reumschüssel erhält Friedrich-Gerstäcker-Preis

(13.02.2025)

Die Autorin Anja Reumschüssel erhält für ihr Buch „Über den Dächern von Jerusalem“ den mit 8.000 Euro dotierten Friedrich-Gerstäcker-Preis für Jugendliteratur der Stadt Braunschweig.

Die renommierte Journalistin Anja Reumschüssel verknüpft in ihrem 2023 im Carlsen Verlag erschienenen Roman vier Lebenswege auf zwei Zeitebenen, die in die Geschichte des Nahostkonflikts von den Anfängen des Staates Israel bis in die Gegenwart eingebunden sind.
Anja Reumschüssel kombiniert hierbei geschickt historische Fakten mit den persönlichen Schicksalen der Figuren. Ohne Partei zu ergreifen oder belehrend zu wirken, vermittelt sie die Hintergründe und die Komplexität eines scheinbar unlösbaren Konflikts auf verständliche Weise.

1947 von der Stadt Braunschweig gestiftet, erinnert der Friedrich-Gerstäcker-Preis für Jugendliteratur an den Weltreisenden und Abenteuer-Romancier Friedrich Gerstäcker, der seine Jugend und seine letzten Lebensjahre in Braunschweig verbrachte. Im zweijährigen Turnus wird ein Buch ausgezeichnet, das Jugendlichen das Abenteuer der Begegnung mit fremden Welten fantasievoll vor Augen führt und dabei die Gedanken der Toleranz und Weltoffenheit in sprachlich anspruchsvoller Form näherbringt.

Foto: © Jan Stradtmann

Demo gegen den Bürgerdialog der AfD im Jacobsonhaus

(11.02.2025)

Demo gegen den Bürgerdialog der AfD im historischen Jacobsonhaus.

Der AfD-Kreisverband Goslar lädt am 14. Februar zu einer Wahlkampfveranstaltung in das Jacobson-Haus ein. Die Tatsache, dass die Partei dazu diesen historischen Ort nutzt, ruft in Seesen Proteste hervor. Das Bündnis Seesen gegen Rechtsextremismus ruft am 14.02.2025 um 16.30 Uhr zur Demonstration auf dem Jacobsonplatz auf.

Jahresbericht 2024 des niedersächsischen Landesbeauftragten gegen Antisemitismus und für den Schutz jüdischen Lebens erschienen

(9.01.2025)

Der Jahresbericht des niedersächsischen Landesbeauftragten gegen Antisemitismus und für den Schutz jüdischen Lebens, Prof. Dr. Gerhard Wegner, ist im Dezember 2024 erschienen. In dem jährlichen Bericht wird eine Bestandsaufnahme zum Antisemitismus und dessen Bekämpfung in Niedersachsen gemacht.
Auch das Israel Jacobson Netzwerk ist darin zu finden.

Hier geht es zum Bericht.