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Doppel-Rundgang: Auf jüdischen Spuren in Helmstedt

8. September 2020, 14:30 Uhr

Die Innenstadt und der jüdische Friedhof.
Doppel-Rundgang mit Susanne Weihmann und Martina Borrass.

Nach mittelalterlichen Siedlungsanfängen war Juden über 300 Jahre der Aufenthalt in Helmstedt verboten. Erst mit der Besetzung durch die Franzosen galt deren Gleichheitsgebot auch für die kleinen jüdischen Trödler und Händler, so dass sie sich gegen den Willen der städtischen Honoratioren Anfang des 19. Jh. wieder in der Stadt niederlassen durften. Umso erstaunlicher ist es, dass die Julius-Universität – mit ihrer antijüdischen Vorgeschichte – dem Reformer Israel Jacobson die Ehrendoktorwürde verlieh. Inzwischen mehrheitlich zu ehrbaren Kaufleuten in guter Geschäftslage aufgestiegen, verloren die Helmstedter Juden Besitz, Heimat und Leben in der Zeit des Nationalsozialismus.
Der jüdische Friedhof am Rande des St.-Stephani-Friedhofs ist mit einer Belegungsspanne von 1892 bis 1955 der zweite jüdische Begräbnisplatz seit der Wiederansiedlung. Seine zeittypischen, teils zweisprachigen Grabsteine zeugen von den Unsicherheiten der um das Überleben kämpfenden Gemeinde.

Kosten: 3 Euro p.P.; Herren werden gebeten, auf dem Friedhof eine Kopfbedeckung zu tragen.

Die Anzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist begrenzt. Anmeldung bitte über das Bürgerbüro:
buergerbuero@stadt-helmstedt.de (Tel. 05351/17-1717).

Treffpunkte: 14.30 Uhr Rathauseingang Markt (Martina Borrass)
oder um 14.30 Uhr Eingang Friedhof Magdeburger Straße/neben Lidl (Susanne Weihmann)

Details

Datum:
8. September 2020
Zeit:
14:30 Uhr
Veranstaltungskategorien:
,

Veranstalter

Stadt Helmstedt
Telefon:
05351-171717
E-Mail:
buergerbuero@stadt-helmstedt.de
Website:
www.stadt-helmstedt.de