Launch der Themenseite „Israelbezogener Antisemitismus“ im Portal Jüdisches Niedersachsen online am 24. November 2025

(Pressemitteilung vom 12.11.2025)

Am 24. November 2025 wird im Portal Jüdisches Niedersachsen online die neue Themenseite „Israelbezogener Antisemitismus“ freigeschaltet. Die Veröffentlichung wird im Rahmen einer Veranstaltung mit Podiumsdiskussion im BIS-Saal der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (Ammerländer Heerstraße 114-118, 26129 Oldenburg) vorgestellt. Beginn ist um 19:00 Uhr.

Die Veröffentlichung der Seite „Israelbezogener Antisemitismus“, mit Unterseiten zum Begriff des Israelbezogenen Antisemitismus, aktuellen Erscheinungsformen sowie Hintergründen zur Staatsgründung Israels, ist nach der Seite „Israel und Niedersachen in der Gegenwart“ die zweite Teilveröffentlichung des Projekts „Digitalgestützte Bildungsangebote zu Israel und Israelbezogenem Antisemitismus“ im Portal Jüdisches Niedersachsen online. Das Projekt wird vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur und dem Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen K.d.ö.R. gefördert.

Nach einleitenden Worten von Prof. Dr. Gerhard Wegner, dem niedersächsischen Landesbeauftragten gegen Antisemitismus und für den Schutz jüdischen Lebens und Esther Belgorodski, der Präsidentin des VJSNord und Mitglied im Beraterkreis Antisemitismusbeauftragter Niedersachsen, folgt eine Kurzvorstellung der neuen Themenseite.  Im Anschluss diskutieren auf dem Podium Prof. Dr. Julia Bernstein (Frankfurt UAS), Dr. Ingo Elbe (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg), Katarzyna Miszkiel-Deppe (RIAS Niedersachsen) sowie Dr. Carina Branković und Friederike Henjes (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg/ZABIN) über Bildung gegen israelbezogenen Antisemitismus nach dem 7. Oktober 2023.

Aus Planungs- und Sicherheitsgründen bitten wir um eine verbindliche Anmeldung bis zum 20. November 2025 per E-Mail an veranstaltungen@ij-n.de

 

ISRAEL JACOBSON NETZWERK für jüdische Kultur und Geschichte e.V.

c/o Technische Universität Braunschweig

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Pressekontakt

Jan Rickermann, j.rickermann@ij-n.de

 

Zum Hintergrund:

Die Themenseite Israelbezogener Antisemitismus ist ein Element des Projektes Digitalgestützte Bildungsangebote zu Israel und Israelbezogenem Antisemitismus, das vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur und dem Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen K.d.ö.R. gefördert wird.

Angesichts des gegenwärtig wiedererstarkenden offenen Antisemitismus macht sich das Projekt zur Aufgabe, Wissen über jüdische Kultur und Geschichte, das jüdische Leben in der Gegenwart wie auch über Antisemitismus breiter zu streuen. Der geografische Bezug zwischen Israel und Niedersachsen kann an den lebhaften Beziehungen seit der Staatsgründung Israels 1948 abgelesen werden.

Nicht nur die gegenwärtigen und historischen Verbindungen von Israel mit der Region stehen im Fokus, sondern auch Bildungsangebote, die über die derzeit verbreitete Ausprägung des Antisemitismus in Gestalt des Israelbezogenen Antisemitismus aufklären. Denn nicht erst seit dem Pogrom der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 wurde deutlich, dass sich die gegenwärtigen Formen des Antisemitismus oftmals in der Delegitimierung und Dämonisierung Israels ausdrücken. Diese Formen haben längst Einzug in die gesellschaftliche Diskussion über Israel gefunden und betreffen die Lebensrealität von Jüd*innen auch in Niedersachsen konkret.

Die Arbeitsergebnisse des im November 2024 begonnen Projektes werden im Portal Jüdisches Niedersachsen online eingebunden. Dabei handelt es sich um ein Digitalprojekt des Israel Jacobson Netzwerks für jüdische Kultur und Geschichte e. V. mit Sitz in Braunschweig. Dieses hat sich zur Aufgabe gemacht auf unterschiedlichen Weisen das jüdische Niedersachsen in seinen vielen Facetten zu zeigen. Das jüdische Leben in Vergangenheit und Gegenwart wird sichtbar gemacht sowie Personen, Einrichtungen und Orte jüdischen Lebens beleuchtet. Informationen der jüdischen Geschichte und Gegenwart Niedersachsens sind in diesem Portal zusammengetragen. Es vermittelt die bedeutende, noch viel zu wenig bekannte jüdische Geschichte und zugleich die Präsenz heutigen jüdischen Lebens im Bundesland. Das Portal ist zugleich eine Maßnahme gegen den aktuell wieder sichtbar werdenden Antisemitismus und verknüpft dabei zukunftsorientiert viele Aspekte jüdischen Lebens.

Mit dem Portal Jüdisches Niedersachsen online setzt das Israel Jacobson Netzwerk für jüdische Kultur und Geschichte e.V. seine Arbeit fort, Themen, authentische Orte und Objekte jüdischer Kultur in Geschichte und Gegenwart als Teil der kulturellen Identität in der Region zwischen Harz und Heide und darüber hinaus dauerhaft sichtbar zu machen. Seit seiner Gründung im April 2016 engagieren sich regionale Institutionen, wissenschaftliche und kulturelle Einrichtungen sowie interessierte Privatleute für die Erforschung und Vermittlung der in Vergangenheit und Gegenwart reichen jüdischen Kultur in unserer Region.

Das Projekt Digitalgestützte Bildungsangebote zu Israel und Israelbezogenem Antisemitismus wird gefördert durch:

              

Ausstellung „Haus der Ewigkeit“. Die Stadt Seesen und die Ev.–luth. Kirchengemeinde St. Vitus und St. Andreas in Seesen in Kooperation mit dem Freundeskreis zur Dokumentation jüdischer Friedhöfe im mitteleuropäischen Kulturraum e. V.

(Gemeinsame Pressemitteilung der Stadt Seesen, der Ev.–luth. Kirchengemeinde St. Vitus und St. Andreas in Seesen und des Israel Jacobson Netzwerks vom 9.11.2025)

 Am Sonntag, den 9.11.2025 eröffnete um 16.00 Uhr die Ausstellung „Haus der Ewigkeit“ im Ev. Kirchenzentrum der Stadt Seesen. Zentraler Gegenstand sind jüdische Friedhöfe in Mitteleuropa, die Marcel-Th. und Klaus Jacobs seit 2004 mit ihrer analogen Kamera dokumentiert haben, um sich so für den Erhalt dieser steinernen Denkmale und Gedenkorte einzusetzen.

Das Besondere am Veranstaltungsort Seesen – zur bestehenden Ausstellung „Haus der Ewigkeit“ werden erstmals auch Fotografien vom jüdischen Friedhof Seesen gezeigt, die Marcel-Th. Jacobs mit seiner analogen Leica-Kamera im März 2025 aufgenommen hat. Die Stadt Seesen und die Ev. – luth. Kirchengemeinde St. Vitus und St. Andreas erschaffen somit, neben der offiziellen Kranzniederlegung um 11.00 Uhr auf dem Jacobson-Platz, ein weiteres Stück zentraler Erinnerungskultur zum Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht vom 9.11.1938.

Neben den Bethäusern und Mikwaot (rituelle Tauchbäder) zählen Friedhöfe zu den zentralen Einrichtungen jüdischer Gemeinden; sie sind damit ein wesentlicher Bestandteil der jüdischen Alltagskultur. In ihnen spiegelt sich die große berufliche Vielfalt der einstigen jüdischen Bevölkerung und ihr sozialer Status wider: Industrielle, Bankiers und Kaufleute (überwiegend aus der Textilwirtschaft), Hoteliers, Handwerker, Landwirte, Arbeiter, Politiker, Rechtsanwälte, Rabbiner, Talmudgelehrte, Philosophen, Wissenschaftler, Mediziner, Schauspieler, Künstler und Sportler – hinter jedem Grabstein steht die Biographie eines Verstorbenen.

Marcel-Th. Jacobs erläutert als Mit-Initiator und Fotograf das Ziel der Ausstellung: „Einen kleinen Teil unserer fotografischen Dokumentation von inzwischen 91 jüdischen Friedhöfen in Deutschland, Polen, der Ukraine und der Tschechischen Republik sowie im Baltikum präsentieren wir Ihnen hier in unserer Ausstellung. Kurze Steckbriefe erläutern die örtlichen Gegebenheiten und Hintergründe der besuchten Friedhöfe. Dabei geht es uns in erster Linie um die fotografische Erfassung dieser fast verloren gegangenen Sepulkralkultur und nicht um eine wissenschaftliche Erforschung.“

Die eindrucksvollen Schwarz-Weiß-Fotografien, aufgenommen mit einer analogen Leica-Kamera, fangen die Atmosphäre auf den Friedhöfen ein. Viele spannende Details sind auf den 48 Aufnahmen zu entdecken, die von den Spuren des vergangenen jüdischen Alltags zeugen.

Die Ausstellung „Haus der Ewigkeit“ ist bis zum 27. Januar 2026 zu den regulären Öffnungszeiten der Ev. Kirchengemeinde in Seesen zu sehen.

 

Zusatzinfo:

1805 kaufte Israel Jacobson in Seesen ein Areal für einen jüdischen Friedhof, die ersten Bestattungen fanden erst ab 1836 statt. Heute befinden sich noch ca. 100 Grabsteine auf dem Friedhof. Die ältesten Steine (Sandsteine) befinden sich im oberen Teil des Friedhofs, versehen mit hebräischen Inschriften. Die neueren Steine folgen weiter im unteren Teil des Friedhofes als Granitsteine und weisen neben den hebräischen auch deutsche Inschriften auf. 

Neben den einzigartigen baulichen Gegebenheiten des jüdischen Friedhofes in Seesen findet sich dort auch eine weitere Besonderheit: zwei christliche Gräber. 

 

                     

Neues digitales Angebot im Portal Jüdisches Niedersachsen online: Weserbergland – eine Themenseite mit Bernhard Gelderblom

(Pressemitteilung vom 21.10.2025)

Im Rahmen einer Veranstaltung am 28. Oktober um 16:00 Uhr wird der Öffentlichkeit in der Tourist-Information in Hameln (Deisterallee 1, 31785 Hameln) ein neues digitales Angebot im Portal Jüdisches Niedersachsen online vorgestellt.

Als Grußwortredner beteiligen sich an der Veranstaltung: Michael Fürst (Präsident des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen), Dirk Adomat (Landrat des Landkreises Hameln-Pyrmont) und Claudio Griese (Oberbürgermeister Stadt Hameln). Zudem findet ein Podiumsgespräch zwischen PD Dr. Jonathan Voges und Bernhard Gelderblom statt. Als Teilveröffentlichung der Themenseite Jüdische Geschichte im ländlichen Raum – Lokalforschungen wird eine Unterseite über Bernhard Gelderblom und seine Arbeit über die jüdische Geschichte des niedersächsischen Weserberglandes im Portal vorgestellt.

Die Gegend um Hameln ist durch eine wechselhafte Geschichte geprägt, die sich auch in der Besiedlung durch jüdische Frauen, Männer und Kindern zeigt. In der von Handelsrouten durchzogenen Region bildeten sich viele kleine jüdische Gemeinden und Gemeinschaften, die zumeist bis in die Zeit des Nationalsozialismus bestanden. Zeugnis davon ist die im Vergleich zu anderen Regionen Niedersachsens hohe Anzahl an jüdischen Friedhöfen bzw. Grabstellen.

Der Lokalforscher Bernhard Gelderblom aus Hameln verfügt über ein reichhaltiges Wissen zur jüdischen Geschichte im niedersächsischen Weserbergland. Seine in den 1980er Jahren begonnene und bis heute andauernde Forschungsarbeit resultiert in vielen Publikationen, Ausstellungen und erinnerungskulturellen Projekten.

 

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Julia Meyer, j.meyer@ij-n.de

 

 

Zum Hintergrund:
Jüdisches Leben fand im deutschsprachigen Raum über Jahrhunderte hinweg maßgeblich auf dem Land statt. Auch in dem Gebiet des heutigen Bundeslandes Niedersachsens gab es jüdisches Leben im ländlichen Raum. Diese wichtige Ansiedlungsform und Ausprägung jüdisch-niedersächsischer Kultur ist bislang nur punktuell thematisiert und lediglich unsystematisch erforscht. In den letzten Jahrzehnten haben sich viele Lokalforscherinnen und -forscher jenseits der Ballungszentren um die Beschäftigung mit ihrer jüdischen Ortsgeschichte verdient gemacht.

Die Materialien ausgewählter Lokalforscherinnen und -forscher aus allen Gebieten des ländlichen Niedersachsens stehen im Fokus des Projektes. Angestrebt wird – in enger Zusammenarbeit mit den Forschenden – exemplarische Bestände und jüdische Ortsgeschichten aus dem ländlichen Raum in ansprechender Form aufzubereiten, edukativ zu nutzen und wissenschaftlich auszuwerten.

Die Arbeitsergebnisse des Ende 2024 begonnen Projektes werden im Portal Jüdisches Niedersachsen online veröffentlicht.

Dabei handelt es sich um ein Digitalprojekt des Israel Jacobson Netzwerks für jüdische Kultur und Geschichte e.V. mit Sitz in Braunschweig. Dieses hat sich zur Aufgabe gemacht, auf unterschiedlichen Weisen das jüdische Niedersachsen in seinen vielen Facetten zu zeigen. Personen, Einrichtungen und Orte jüdischen Lebens werden beleuchtet. Es vermittelt die bedeutende, noch viel zu wenig bekannte jüdische Geschichte und zugleich die Präsenz heutigen jüdischen Lebens im Bundesland. Das Portal ist zugleich eine Maßnahme gegen den aktuell wieder sichtbar werdenden Antisemitismus und verknüpft dabei zukunftsorientiert viele Aspekte jüdischen Lebens.

Mit dem Portal Jüdisches Niedersachsen online setzt das Israel Jacobson Netzwerk für jüdische Kultur und Geschichte e.V. seine Arbeit fort, Themen, authentische Orte und Objekte jüdischer Kultur in Geschichte und Gegenwart als Teil der kulturellen Identität in der Region zwischen Harz und Heide und darüber hinaus dauerhaft sichtbar zu machen. Seit seiner Gründung im April 2016 engagieren sich regionale Institutionen, wissenschaftliche und kulturelle Einrichtungen sowie interessierte Privatleute für die Erforschung und Vermittlung der in Vergangenheit und Gegenwart reichen jüdischen Kultur in unserer Region.

 

Das Projekt wird von der Klosterkammer Hannover, der Stiftung Niedersachsen und der VGH Stiftung gefördert.

 

 

Launch der Themenseite Jüdische Geschichte im ländlichen Raum – Lokalforschungen

(Pressemitteilung vom 25.08.2025)

Am 28. August um 19:00 Uhr wird im Jacobson-Haus in Seesen (Jacobsonplatz 1, 38723 Seesen) eine neue Themenseite im Portal Jüdisches Niedersachsen online veröffentlicht.

Als erste Teilveröffentlichung der Themenseite Jüdische Geschichte im ländlichen Raum – Lokalforschungen stellen wir eine Unterseite über Dr. Joachim Frassl und seine Arbeit über die jüdische Geschichte Seesens im Portal vor.

Der Kurzvorstellung der Seite schließt sich ein Vortrag von Dr. Joachim Frassl an. Der Referent hat zur Jacobson´schen Waisenanstalt in Seesen geforscht und liest aus den Erinnerungen eines der ersten Zöglinge aus den Jahren kurz nach 1855. Es ist ein einzigartiges, sehr illustratives Dokument aus der Gründungszeit der Waisenanstalt.

Die Veranstaltung ist Teil der Jüdischen Kulturtage zwischen Harz und Heide 2025.

Es wird an diesem Abend einen Büchertisch mit den verfügbaren Werken von Dr. Frassl geben.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht notwendig.

 

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Zum Hintergrund:

Jüdisches Leben fand im deutschsprachigen Raum über Jahrhunderte hinweg maßgeblich auf dem Land statt. Auch in dem Gebiet des heutigen Bundeslandes Niedersachsens gab es jüdisches Leben im ländlichen Raum. Diese wichtige Ansiedlungsform und Ausprägung jüdisch-niedersächsischer Kultur ist bislang nur punktuell thematisiert und lediglich unsystematisch erforscht. In den letzten Jahrzehnten haben sich viele Lokalforscherinnen und -forscher jenseits der Ballungszentren um die Beschäftigung mit ihrer jüdischen Ortsgeschichte verdient gemacht.

Die Materialien ausgewählter Lokalforscherinnen und -forscher aus allen Gebieten des ländlichen Niedersachsens stehen im Fokus des Projektes. Angestrebt wird – in enger Zusammenarbeit mit den Forschenden – exemplarische Bestände und jüdische Ortsgeschichten aus dem ländlichen Raum in ansprechender Form aufzubereiten, edukativ zu nutzen und wissenschaftlich auszuwerten.

Die Arbeitsergebnisse des Ende 2024 begonnen Projektes werden im Portal Jüdisches Niedersachsen online veröffentlicht.

Dabei handelt es sich um ein Digitalprojekt des Israel Jacobson Netzwerks für jüdische Kultur und Geschichte e.V. mit Sitz in Braunschweig. Dieses hat sich zur Aufgabe gemacht, auf unterschiedlichen Weisen das jüdische Niedersachsen in seinen vielen Facetten zu zeigen. Personen, Einrichtungen und Orte jüdischen Lebens werden beleuchtet. Es vermittelt die bedeutende, noch viel zu wenig bekannte jüdische Geschichte und zugleich die Präsenz heutigen jüdischen Lebens im Bundesland. Das Portal ist zugleich eine Maßnahme gegen den aktuell wieder sichtbar werdenden Antisemitismus und verknüpft dabei zukunftsorientiert viele Aspekte jüdischen Lebens.

Mit dem Portal Jüdisches Niedersachsen online setzt das Israel Jacobson Netzwerk für jüdische Kultur und Geschichte e.V. seine Arbeit fort, Themen, authentische Orte und Objekte jüdischer Kultur in Geschichte und Gegenwart als Teil der kulturellen Identität in der Region zwischen Harz und Heide und darüber hinaus dauerhaft sichtbar zu machen. Seit seiner Gründung im April 2016 engagieren sich regionale Institutionen, wissenschaftliche und kulturelle Einrichtungen sowie interessierte Privatleute für die Erforschung und Vermittlung der in Vergangenheit und Gegenwart reichen jüdischen Kultur in unserer Region.

Das Projekt wird von der Klosterkammer Hannover, der Stiftung Niedersachsen und der VGH Stiftung gefördert.

 

 

„jüdisch dabei“. Die Jüdischen Kulturtage zwischen Harz und Heide 2025

Gemeinsame Pressemitteilung der Stadt Seesen und des Israel Jacobson Netzwerks für jüdische Kultur und Geschichte e.V. vom 14.8.2025

Im Rahmen der diesjährigen Jüdischen Kulturtage zwischen Harz und Heide erwartet das Publikum vom 24. August bis 28. September ein vielfältiges Programm zwischen Kulinarik und Konzert, Film und Führungen. Mehr als 50 Veranstaltungen an 15 Orten geben facettenreiche Einblicke in jüdisches Leben – damals wie heute.  Eine Übersicht aller Veranstaltungen finden Sie auf der Webseite des Israel Jacobson Netzwerks (www.ij-n.de). Hier können Sie auch das Programmheft herunterladen. Die Druckversion ist bei den Tourist-Informationen der Region erhältlich.

Schirmherr der vom Israel Jacobson Netzwerk (IJN) konzipierten Veranstaltungsreihe ist Michael Fürst, Vorsitzender des Landesverbands der Jüdischen Gemeinden in Niedersachsen K.d.ö.R. Das Motto jüdisch dabei versinnbildlicht die Idee der Inklusion, eines friedlichen Zusammenlebens, und ist damit heute aktueller denn je.

In diesem Jahr steht die Stadt Seesen im Mittelpunkt der regionalen Veranstaltungsreihe. Allein hier finden in den nächsten Wochen zwölf Veranstaltungen statt. Seesen war ein Zentrum der jüdischen Reformen, die Israel Jacobson im frühen 19. Jahrhundert initiiert hat. Gewürdigt wird in diesem Jahr insbesondere Meyer Jacobson (1789–1877), der Sohn von Israel Jacobson und erste Ehrenbürger Seesens.

Gemeinsam laden die Stadt Seesen und das IJN herzlich zur Eröffnung der Jüdischen Kulturtage am 24. August um 11 Uhr in das Jacobson-Haus in Seesen (Jacobsonplatz 1, 38723 Seesen) ein. Anlässlich der Eröffnung wird eine eigens für die Jüdischen Kulturtage erstellte Stadtführung zum Leben und Wirken von Meyer Jacobson angeboten. Gespannt sein dürfen Sie auch auf „Nach dem 7. Oktober. Ein Podiumsgespräch über sexualisierte Gewalt, israelbezogenen Antisemitismus und gesellschaftliche Reaktionen“ am 18. September im Städtischen Museum (Haus am Löwenwall) in Braunschweig. In Goslar bieten Schüler*innen der Adolf-Grimme-Gesamtschule am 26. September einen geführten Spaziergang durch die jüdische Geschichte in Goslar in der NS-Zeit an.

Unser großer Dank gilt allen beteiligten Veranstaltern und insbesondere den fördernden Institutionen der diesjährigen Jüdischen Kulturtage: Stadt Seesen, Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz (SBK), Braunschweigische Sparkassenstiftung, Rotary Club Braunschweig-Hanse, Bürgerstiftung Braunschweig, Amadeu Antonio-Stiftung Berlin und Bundesministerium für Familie, Bildung, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogrammes „Demokratie leben!“.

 

Nähere Informationen für die Presse: 

Jüdische Kulturtage zwischen Harz und Heide 2025

Israel Jacobson Netzwerk für jüdische Kultur und Geschichte e.V.
c/o Technische Universität Braunschweig
Pockelsstraße 4, 38106 Braunschweig

Ansprechpartnerinnen: Rebekka Denz und Katrin Keßler

Tel. 0178-67 23 594 (Mailbox vorhanden)

info@ij-n.de

   

Launch der Themenseite Israel und Niedersachsen in der Gegenwart im Portal Jüdisches Niedersachsen online am 20. Mai 2025

(09.05.2025)

Die Beziehungen zwischen Niedersachsen und Israel sind lebendig und vielfältig. Sie zeigen sich generationsübergreifend in Städten, Institutionen, Begegnungen – und in Geschichten von Menschen, die Brücken bauen. Diese Verbindungen prägen das Miteinander heute und gestalten das Verständnis von morgen. Die neue Themenseite Israel und Niedersachsen in der Gegenwart im Portal Jüdisches Niedersachsen online rückt dies in den Fokus. Sie wird gefördert durch das MWK Hannover und den Landesverband der jüdischen Gemeinden in Niedersachsen K.d.ö.R.

Mit zwei Themen geht die neue Themenseite an den Start: Die dort portraitieren Städtepartnerschaften zwischen Niedersachsen und Israel sind ein bedeutendes Zeichen der Freundschaft und Zusammenarbeit. Sie fördern den interkulturellen Austausch, stärken das gegenseitige Verständnis und ermöglichen direkte Begegnungen zwischen Menschen beider Länder. Durch gemeinsame Projekte in Bildung, Kultur und Gedenkarbeit leisten sie zudem einen wichtigen Beitrag zur Antisemitismusprävention.

Die zentrale überparteiliche Organisation in der Bundesrepublik Deutschland die sich die Förderung deutsch-israelischer Beziehungen zur Aufgabe gemacht hat, ist die 1966 gegründete Deutsch-Israelische Gesellschaft e.V. (DIG). Die sieben in Niedersachsen vertretenen Arbeitsgemeinschaften der DIG bieten einen Ort in der Region, in dem Freund*innen Israels zusammenarbeiten, um sich solidarisch mit dem Staat Israel und seinen Bürger*innen zu engagieren. Auch viele andere Themen werden in der Zukunft hier präsentiert.

Die Themenseite „Israel und Niedersachsen in der Gegenwart“ wird in einer öffentlichen Veranstaltung am 20. Mai 2025 um 19:30 Uhr im Gemeindesaal St. Katharinen (An der Katharinenkirche 4, 38100 Braunschweig) vorgestellt, zu der die Jüdische Gemeinde Braunschweig, das IJN, die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Niedersachsen-Ost und die Deutsch-Israelische Gesellschaft Braunschweig gemeinsam einladen. Anschließend hält der Leiter der Internationalen Jugendbegegnungsstätte Beit Ben Yehuda in Jerusalem, Uriel Kashi, einen Vortrag mit dem Titel „Vom Arabischen Frühling bis zu Donald Trump: Der Israel-Hamas-Krieg im historischen und geopolitischen Kontext“.

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Zum Hintergrund:
Die Themenseite Israel und Niedersachsen in der Gegenwart ist ein Element des Projektes Digitalgestützte Bildungsangebote zu Israel und Israelbezogenem Antisemitismus, das vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur und dem Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen K.d.ö.R. gefördert wird.

Angesichts des gegenwärtig wiedererstarkenden offenen Antisemitismus macht sich das Projekt zur Aufgabe, Wissen über jüdische Kultur und Geschichte, das jüdische Leben in der Gegenwart wie auch über Antisemitismus breiter zu streuen. Der geografische Bezug zwischen Israel und Niedersachsen lässt sich an den lebhaften Beziehungen seit der Staatsgründung Israels 1948 abgelesen werden.

Nicht nur die gegenwärtigen und historischen Verbindungen von Israel mit der Region stehen im Fokus, sondern auch Bildungsangebote, die über die derzeit verbreitete Ausprägung des Antisemitismus in Gestalt des Israelbezogenen Antisemitismus aufklären. Denn nicht erst seit dem Pogrom der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 wurde deutlich, dass sich die gegenwärtigen Formen des Antisemitismus oftmals in der Delegitimierung und Dämonisierung Israels ausdrücken. Diese Formen haben längst Einzug in die gesellschaftliche Diskussion über Israel gefunden und betreffen die Lebensrealität von Jüd*innen auch in Niedersachsen konkret.

Die Arbeitsergebnisse des im November 2024 begonnen Projektes werden im Portal Jüdisches Niedersachsen online eingebunden. Dabei handelt es sich um ein Digitalprojekt des Israel Jacobson Netzwerks für jüdische Kultur und Geschichte e.V. mit Sitz in Braunschweig. Dieses hat sich zur Aufgabe gemacht, auf unterschiedlichen Weisen das jüdische Niedersachsen in seinen vielen Facetten zu zeigen. Personen, Einrichtungen und Orte jüdischen Lebens werden beleuchtet. Es vermittelt die bedeutende, noch viel zu wenig bekannte jüdische Geschichte und zugleich die Präsenz heutigen jüdischen Lebens im Bundesland. Das Portal ist zugleich eine Maßnahme gegen den aktuell wieder sichtbar werdenden Antisemitismus und verknüpft dabei zukunftsorientiert viele Aspekte jüdischen Lebens.

Mit dem Portal Jüdisches Niedersachsen online setzt das Israel Jacobson Netzwerk für jüdische Kultur und Geschichte e.V. seine Arbeit fort, Themen, authentische Orte und Objekte jüdischer Kultur in Geschichte und Gegenwart als Teil der kulturellen Identität in der Region zwischen Harz und Heide und darüber hinaus dauerhaft sichtbar zu machen. Seit seiner Gründung im April 2016 engagieren sich regionale Institutionen, wissenschaftliche und kulturelle Einrichtungen sowie interessierte Privatleute für die Erforschung und Vermittlung der in Vergangenheit und Gegenwart reichen jüdischen Kultur in unserer Region.

Das Projekt Digitalgestützte Bildungsangebote zu Israel und Israelbezogenem Antisemitismus wird gefördert durch:

Jüdische Party in Celle

(10.09.2024)

Mit einer bunten Feier wird am Sonntag, 15. September, auf dem Platz vor und in der Celler Synagoge Im Kreise der Abschluss der 5. Jüdischen Kulturtage zwischen Harz und Heide gefeiert. Das große Familienfest, das das Stadtarchiv Celle gemeinsam mit der Jüdischen Gemeinde Celle und dem Israel Jacobson Netzwerk e.V. veranstalten, trägt den Titel „Mesiba“ (Hebräisch für Feier oder Party) und lädt zum Erleben von jüdischer Geschichte und Gegenwart ein.

Und das erwartet die Gäste: Bei einer Führung durch die Synagoge oder durch die Ausstellung „Jüdisches Leben in Celle nach 1945“ gibt es viel über die jüdische Geschichte und Gegenwart zu erfahren. Beim Vortrag von PD Dr.-Ing. habil. Ulrich Knufinke vom Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege stehen Synagogen in der Denkmalpflege in Niedersachsen mit Celle als erstes Beispiel einer Restaurierung nach 1945 im Mittelpunkt. Ein spannendes Programm für Jung und Alt verspricht die „Sukka“ (Laubhütte), die gemeinsam mit den Gästen geschmückt werden soll. Außerdem gibt es Bastelangebote, eine Hüpfburg und vieles mehr. Ein Tanzflashmob, die Aufführung des jüdischen Puppentheaters bubales aus Berlin und das Stellena Duo mit einer Reise durch jüdische Klangwelten runden das Programm ab.

 

Der Programmplan im Einzelnen:

12.00 Uhr: Eröffnung des Familienfestes
12.15 Uhr: Tanzaufführung und Tanzflashmob von jiddischen Tänzen
13.00 Uhr: 1. Aufführung des Puppentheaters bubales „Die Koscher Maschine“
14.30 Uhr: Vortrag: „Historische Synagogen in der Denkmalpflege in Niedersachsen“
15.00 Uhr: 2. Aufführung des Puppentheaters bubales „Die Koscher Maschine“
16:00 Uhr: Konzert Stellena Duo.

Bei Regen werden die Veranstaltungen in die Alte Exerzierhalle am Neuen Rathaus verlegt.

Die Veranstalter danken herzlich ihren Partnern und Förderern: Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz, Stadt Braunschweig, Bürgerstiftung Celle, Rotary Club Celle und Rotary Club Celle Schloss sowie Stiftergemeinschaft der Sparkasse Celle-Gifhorn-Wolfsburg und Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur.

Die Jüdischen Kulturtage zwischen Harz und Heide gehen in die fünfte Runde!

(13.08.2024)

Gemeinsame Pressemitteilung der Stadt Celle, der Jüdischen Gemeinde Celle und des Israel Jacobson Netzwerks für jüdische Kultur und Geschichte vom 13.8.2024

Vom 18. August bis zum 20. September 2024 veranstaltet das Israel Jacobson Netzwerk für jüdische Kultur und Geschichte e.V. gemeinsam mit vielen Partner:innen bereits zum fünften Mal die Jüdischen Kulturtage zwischen Harz und Heide. Unter dem Motto trotzdem jüdisch nehmen wir jüdisches Leben in Geschichte und Gegenwart in seiner großen Vielfalt in den Blick! Vorbereitet wurde ein buntes Programm für Jung und Alt.

Hauptgastgeberort und Mitveranstalterin ist in diesem Jahr die Stadt Celle. Zum ersten Mal ist mit der Jüdischen Gemeinde Celle e.V. eine jüdische Gemeinde Mitveranstalterin. Schirmherr der Veranstaltungsreihe ist Michael Fürst, Vorsitzender des Landesverbands der Jüdischen Gemeinden in Niedersachsen K.d.ö.R.

Frisch erschienen ist das umfangreiche Programmheft mit mehr als 65 Veranstaltungen, die in der gesamten Region zwischen Harz und Heide stattfinden. Eine Übersicht aller Veranstaltungen finden Sie auf der Webseite des Israel Jacobson Netzwerks (www.ij-n.de). Hier können Sie auch das Programmheft herunterladen. Die Druckversion ist bei den Tourist-Informationen der Region erhältlich.

Das Publikum kann gespannt sein auf Konzerte, Theaterstücke, Ausstellungen, Lesungen, Vorträge, Rundgänge, Kino und vieles mehr. Zahlreiche Veranstaltungen können kostenfrei wahrgenommen werden.

Ein Höhepunkt wird am 15. September auf dem Platz vor und in der Synagoge Celle den ganzen Tag lang stattfinden. Feiern wir gemeinsam eine „Mesiba. Das Familienfest – Jüdische Geschichte und Gegenwart erleben! “ mit vielen Programmpunkten für alle Altersgruppen. Gespannt sein dürfen Sie auch auf das Podiumsgespräch „Israelisch in Niedersachsen“ am 5. September im Roten Saal in Braunschweig. Ebenso tagesaktuell ist das Podiumsgespräch „Juden und Christen in Deutschland nach dem 7. Oktober”. Am 19. September kommen zu diesem Thema Dr. Rebecca Seidler (Vorsitzende des Landesverbandes der israelitischer Kultusgemeinden  von Niedersachsen K.d.ö.R.) und Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ (Bistum Hildesheim) in der Katholischen Akademie des Bistums Hildesheim in Hannover ins Gespräch.

Unser großer Dank gilt den Partnern und Förderern der Jüdischen Kulturtage zwischen Harz und Heide 2024: Stadt Celle, Jüdische Gemeinde Celle e.V., Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz, Stadt Braunschweig, Bürgerstiftung Celle, Rotary Club Celle und Stiftergemeinschaft der Sparkasse Celle-Gifhorn-Wolfsburg.

Nähere Informationen für die Presse: 

Jüdische Kulturtage zwischen Harz und Heide 2024

jüdisch, niedersächsisch, weiblich! – Launch der Themenseite „Jüdische Frauen“ im Portal Jüdisches Niedersachsen online

(25.04.2024)

Gemeinsame Pressemitteilung des Landesfrauenrates Niedersachsen e.V., der Ostfriesischen Landschaft und des Israel Jacobson Netzwerks für jüdische Kultur und Geschichte vom 25.04.2024

Wie vielfältig das jüdische Leben in Niedersachen ist und schon immer war, lässt sich besonders durch die Vielzahl an bemerkenswerten Frauen nachvollziehen, die mit ganz unterschiedlichem Hintergrund in ihren jüdischen Gemeinden oder Communities aktiv waren und sind.

Von Sara Oppenheimer aus dem ostfriesischen Esens, die Mitte des 19. Jahrhunderts eine bekannte Opernsängerin ihrer Zeit war, bis hin zu Hannah Arendt, der weltberühmten Publizistin, die 1906 in Hannover geboren wurde. Diesen und weiteren spannenden Frauenbiografien wird im Portal Jüdisches Niedersachsen online fortan eine geeignete Plattform geboten. Doch nicht nur prominente Frauen finden Erwähnung. Gehört werden die leisen und die lauten Stimmen. Denn die Lebensgeschichten von bekannten und unbekannten Frauenpersönlichkeiten der jüdischen Geschichte werden hier erzählt.

Die Themenseite „Jüdische Frauen“ im Portal Jüdisches Niedersachsen online wurde in Kooperation mit zwei regionalen Institutionen entwickelt und umgesetzt. In Zusammenarbeit mit dem Landesfrauenrat Niedersachsen e. V. werden jene fünf frauenORTE hervorgehoben, die im Bundesland in Erinnerung an Jüdinnen bestehen. Eingeladen wird, die frauenORTE zu bereisen. Erfahren Sie beispielsweise mehr über das Wirken der Kauffrau Susanna Abraham in Nienburg/Weser oder über Dr. Paula Tobias als Landärztin in Bevern.

Gemeinsam mit der Ostfriesischen Landschaft werden ausgewählte jüdische Frauen in Ostfriesland vorgestellt. Im Fokus stehen sowohl prominente Persönlichkeiten wie Minnie Marx, die Mutter der Marx Brothers, als auch unbekanntere Lebensgeschichten von Jüdinnen in der Region. Die gebotene Vielfalt lädt zum weiteren Entdecken ein!

Die Themenseite „Jüdische Frauen“ wird in einer öffentlichen Veranstaltung am 2. Mai 2024 um 17:30 Uhr in der Aula der Gaußschule Gymnasium am Löwenwall (Löwenwall 18a, 38100 Braunschweig) vorgestellt. Anschließend findet ein Podiumsgespäch mit der Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Braunschweig, Renate Wagner-Redding, zum Thema jüdische Frauen in Niedersachsen statt. Vorab besteht die Möglichkeit um 16:00 Uhr an einer Führung mit Museumsleiter Dr. Peter Joch durch die Ausstellung „Galka Scheyer und die Blauen Vier“ im Städtischen Museum Braunschweig teilzunehmen.

Anmeldungen zur Veranstaltung (und Führung) sind erbeten bis zum 29. April 2024 per Mail an veranstaltungen@ij-n.de oder telefonisch 0178 67 23 594.

ISRAEL JACOBSON NETZWERK für jüdische Kultur und Geschichte e.V.
c/o Technische Universität Braunschweig
Pockelsstraße 4, 38106 Braunschweig

Fon 0178 6723594, Mo. bis Do., 9:00 – 14:00 Uhr (AB vorhanden)
info@ij-n.de www.ij-n.de Instagram YouTube-Kanal

Pressekontakt
Rebekka Denz, r.denz@ij-n.de

Zum Hintergrund:
Das Portal Jüdisches Niedersachsen online ist seit August 2023 unter www.juedisches-niedersachsen.de erreichbar. Das Digitalprojekt des Israel Jacobson Netzwerks für jüdische Kultur und Geschichte e. V. mit Sitz in Braunschweig wird stetig um neue Themen in Kooperation mit vielen Partnerinnen und Partnern erweitert. Auf der Startseite unter „Was ist neu im Portal?“ wird über neu veröffentlichte Angebote informiert.

Das Portal zeigt das jüdische Niedersachsen aus unterschiedlichen Blickwinkeln: aktuelle Veranstaltungen, jüdisches Leben heute, Kampf gegen Antisemitismus, Personen, Einrichtungen und Reisen durch das jüdische Niedersachsen. Informationen der jüdischen Geschichte und Gegenwart Niedersachsens sind hier zusammengetragen, um die jüdische Vielfalt sichtbar zu machen. Es vermittelt die bedeutende, noch viel zu wenig bekannte jüdische Geschichte und zugleich die Präsenz heutigen jüdischen Lebens im Bundesland. Das Portal setzt nicht nur ein Zeichen, sondern ist zugleich eine Maßnahme gegen den aktuell wieder sichtbar werdenden Antisemitismus und verknüpft dabei zukunftsorientiert viele Aspekte jüdischen Lebens.

Jüdisches Niedersachsen online dient als digitaler Sammelpunkt, der das von vielen Lokalforscherinnen und -forschern, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Institutionen bereits erarbeitete Wissen bündelt. Essenzen jüdischer Kultur im Allgemeinen und in der Region vor Ort im Speziellen können so herausgearbeitet werden. Neue Zugänge sollen geschaffen und nicht zuletzt durch die digitale Wissensbündelung neue Formen der Wissensvermittlung entwickelt werden.

Das Israel Jacobson Netzwerk für jüdische Kultur und Geschichte e.V. (IJN) versteht es als seine Aufgabe, Themen, authentische Orte und Objekte jüdischer Kultur in Geschichte und Gegenwart als Teil der kulturellen Identität in der Region zwischen Harz und Heide und darüber hinaus dauerhaft sichtbar zu machen. Seit seiner Gründung im April 2016 engagieren sich regionale Institutionen, wissenschaftliche und kulturelle Einrichtungen sowie interessierte Privatleute für die Erforschung und Vermittlung der in Vergangenheit und Gegenwart reichen jüdischen Kultur in unserer Region.

Launch des Portals Jüdisches Niedersachsen online

(10.08.2023)

Vielfalt ohne Klischees – jüdische Geschichte und Gegenwart in Niedersachsen

Jüdisch oder nichtjüdisch? Niedersächs*in, Tourist*in oder Weltbürger*in? Kulturell oder wissenschaftlich interessiert? Das neue Portal „Jüdisches Niedersachsen online“ hält für alle etwas bereit. „Jüdisches Niedersachsen online“ ist ein digitales Netzwerk, das in dieser Form in Deutschland einzigartig ist. Das Digitalprojekt des Israel Jacobson Netzwerks für jüdische Kultur und Geschichte e.V. wurde am 9. August 2023 in der Jüdischen Gemeinde Hannover K.d.ö.R. der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Onlineportal ist ab sofort unter www.juedisches-niedersachsen.de erreichbar. Es wird stetig um Inhalte und Themen in Kooperation mit vielen Partner*innen erweitert.

Dr. Jörg Munzel, Vorstandsmitglied des Israel Jacobson Netzwerks und Projektleiter führt aus: „‘Jüdisches Niedersachsen online‘ zielt darauf ab, eine breite Bevölkerungsschicht anzusprechen. Das Portal ist bewusst ohne Klischees, optisch ansprechend und klar gestaltet, niedersächsisch eben. Es gibt viele noch unbekannte authentische Orte und spannende Kulturgeschichte zu entdecken. Wir wollen kulturtouristische Impulse setzen und Lust wecken, sie zu besuchen. Ein Muss für alle, die Kultur begeistert!“

Das Portal zeigt das jüdische Niedersachsen aus unterschiedlichen Blickwinkeln: aktuelle Veranstaltungen, jüdisches Leben heute, Kampf gegen Antisemitismus, Lebenswege, Personen, Einrichtungen und Reisen durch das jüdische Niedersachsen. „Ich bin erfreut darüber, dass der Landesverband der Jüdischen Gemeinden in Niedersachsen eine bedeutende Rolle in dieser herausragenden Initiative spielt. Bei allem, was wir tun, haben wir unsere Kinder und Enkelkinder im Blick.“, so Michael Fürst, Vorsitzender des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen K.d.ö.R. „Ich finde, dass das Portal ‚Jüdisches Niedersachsen online‘ eine wichtige Investition in unsere Zukunft und das Erbe ist, das wir für kommende Generationen hinterlassen möchten. Ich bin überzeugt, dass ‚Jüdisches Niedersachsen online‘ im Laufe der Zeit einen unverzichtbaren Teil des Geschichtsunterrichts in Schulen und Bildungseinrichtungen darstellen wird.“

Informationen der jüdischen Geschichte und Gegenwart Niedersachsens sind hier zusammengetragen, um die jüdische Vielfalt sichtbar zu machen. Es vermittelt die bedeutende, noch viel zu wenig bekannte jüdische Geschichte und zugleich die Präsenz heutigen jüdischen Lebens in dem Bundesland. Rebekka Denz, wissenschaftliche Projektleiterin des Portals betont: „‘Jüdisches Niedersachsen online‘ lässt sich mit zwei Schlagworten auf den Punkt bringen: Diversität und Netzwerk. Wir freuen uns über das Mitwirken von Einzelpersonen, Heimatforscher*innen und Institutionen, wie Museen, Verbänden und wissenschaftlichen Einrichtungen an diesem zukunftweisenden Digitalprojekt. Das Portal lädt zum Mitmachen ein. Steuern Sie Ihr Wissen bei und lassen Sie uns gemeinsam die Vielfalt jüdischer Kultur in Geschichte und Gegenwart sichtbar werden lassen!“

Das Portal setzt nicht nur ein Zeichen, sondern ist zugleich eine Maßnahme gegen den aktuell wieder sichtbar werdenden Antisemitismus. Dr. Felix Klein, Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus, sieht das Portal aus der Bundesperspektive: „Die Arbeit des Israel Jacobson Netzwerk ist für die Vermittlung von Wissen über die Geschichte und die Gegenwart jüdischen Lebens in Niedersachsen von großer Bedeutung. Das neue Internetportal ‚Jüdisches Niedersachsen online‘ des Israel Jacobson Netzwerks wird diese Arbeit nun nochmal einem breiteren Publikum zugänglich machen und für mehr Vernetzung sorgen zwischen all jenen, die sich für jüdisches Leben in Niedersachsen engagieren. Dieses Projekt kann für andere Bundesländer zum Vorbild werden und so, ganz in der Tradition von Israel Jacobson, über die Grenzen Niedersachsens hinausstrahlen.“

Von links: Michael Fürst, Dr. Felix Klein, Erik Homann, Steffen Mennen, Rebekka Denz, Dr. Jörg Munzel