(Pressemitteilung vom 12.11.2025)
Am 24. November 2025 wird im Portal Jüdisches Niedersachsen online die neue Themenseite „Israelbezogener Antisemitismus“ freigeschaltet. Die Veröffentlichung wird im Rahmen einer Veranstaltung mit Podiumsdiskussion im BIS-Saal der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (Ammerländer Heerstraße 114-118, 26129 Oldenburg) vorgestellt. Beginn ist um 19:00 Uhr.
Die Veröffentlichung der Seite „Israelbezogener Antisemitismus“, mit Unterseiten zum Begriff des Israelbezogenen Antisemitismus, aktuellen Erscheinungsformen sowie Hintergründen zur Staatsgründung Israels, ist nach der Seite „Israel und Niedersachen in der Gegenwart“ die zweite Teilveröffentlichung des Projekts „Digitalgestützte Bildungsangebote zu Israel und Israelbezogenem Antisemitismus“ im Portal Jüdisches Niedersachsen online. Das Projekt wird vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur und dem Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen K.d.ö.R. gefördert.
Nach einleitenden Worten von Prof. Dr. Gerhard Wegner, dem niedersächsischen Landesbeauftragten gegen Antisemitismus und für den Schutz jüdischen Lebens und Esther Belgorodski, der Präsidentin des VJSNord und Mitglied im Beraterkreis Antisemitismusbeauftragter Niedersachsen, folgt eine Kurzvorstellung der neuen Themenseite. Im Anschluss diskutieren auf dem Podium Prof. Dr. Julia Bernstein (Frankfurt UAS), Dr. Ingo Elbe (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg), Katarzyna Miszkiel-Deppe (RIAS Niedersachsen) sowie Dr. Carina Branković und Friederike Henjes (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg/ZABIN) über Bildung gegen israelbezogenen Antisemitismus nach dem 7. Oktober 2023.
Aus Planungs- und Sicherheitsgründen bitten wir um eine verbindliche Anmeldung bis zum 20. November 2025 per E-Mail an veranstaltungen@ij-n.de
ISRAEL JACOBSON NETZWERK für jüdische Kultur und Geschichte e.V.
c/o Technische Universität Braunschweig
Pockelsstraße 4, 38106 Braunschweig
Fon 0178 6723594
Pressekontakt
Jan Rickermann, j.rickermann@ij-n.de
Zum Hintergrund:
Die Themenseite Israelbezogener Antisemitismus ist ein Element des Projektes Digitalgestützte Bildungsangebote zu Israel und Israelbezogenem Antisemitismus, das vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur und dem Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen K.d.ö.R. gefördert wird.
Angesichts des gegenwärtig wiedererstarkenden offenen Antisemitismus macht sich das Projekt zur Aufgabe, Wissen über jüdische Kultur und Geschichte, das jüdische Leben in der Gegenwart wie auch über Antisemitismus breiter zu streuen. Der geografische Bezug zwischen Israel und Niedersachsen kann an den lebhaften Beziehungen seit der Staatsgründung Israels 1948 abgelesen werden.
Nicht nur die gegenwärtigen und historischen Verbindungen von Israel mit der Region stehen im Fokus, sondern auch Bildungsangebote, die über die derzeit verbreitete Ausprägung des Antisemitismus in Gestalt des Israelbezogenen Antisemitismus aufklären. Denn nicht erst seit dem Pogrom der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 wurde deutlich, dass sich die gegenwärtigen Formen des Antisemitismus oftmals in der Delegitimierung und Dämonisierung Israels ausdrücken. Diese Formen haben längst Einzug in die gesellschaftliche Diskussion über Israel gefunden und betreffen die Lebensrealität von Jüd*innen auch in Niedersachsen konkret.
Die Arbeitsergebnisse des im November 2024 begonnen Projektes werden im Portal Jüdisches Niedersachsen online eingebunden. Dabei handelt es sich um ein Digitalprojekt des Israel Jacobson Netzwerks für jüdische Kultur und Geschichte e. V. mit Sitz in Braunschweig. Dieses hat sich zur Aufgabe gemacht auf unterschiedlichen Weisen das jüdische Niedersachsen in seinen vielen Facetten zu zeigen. Das jüdische Leben in Vergangenheit und Gegenwart wird sichtbar gemacht sowie Personen, Einrichtungen und Orte jüdischen Lebens beleuchtet. Informationen der jüdischen Geschichte und Gegenwart Niedersachsens sind in diesem Portal zusammengetragen. Es vermittelt die bedeutende, noch viel zu wenig bekannte jüdische Geschichte und zugleich die Präsenz heutigen jüdischen Lebens im Bundesland. Das Portal ist zugleich eine Maßnahme gegen den aktuell wieder sichtbar werdenden Antisemitismus und verknüpft dabei zukunftsorientiert viele Aspekte jüdischen Lebens.
Mit dem Portal Jüdisches Niedersachsen online setzt das Israel Jacobson Netzwerk für jüdische Kultur und Geschichte e.V. seine Arbeit fort, Themen, authentische Orte und Objekte jüdischer Kultur in Geschichte und Gegenwart als Teil der kulturellen Identität in der Region zwischen Harz und Heide und darüber hinaus dauerhaft sichtbar zu machen. Seit seiner Gründung im April 2016 engagieren sich regionale Institutionen, wissenschaftliche und kulturelle Einrichtungen sowie interessierte Privatleute für die Erforschung und Vermittlung der in Vergangenheit und Gegenwart reichen jüdischen Kultur in unserer Region.
Das Projekt Digitalgestützte Bildungsangebote zu Israel und Israelbezogenem Antisemitismus wird gefördert durch:

Am Sonntag, den 9.11.2025 eröffnete um 16.00 Uhr die Ausstellung „Haus der Ewigkeit“ im Ev. Kirchenzentrum der Stadt Seesen. Zentraler Gegenstand sind jüdische Friedhöfe in Mitteleuropa, die Marcel-Th. und Klaus Jacobs seit 2004 mit ihrer analogen Kamera dokumentiert haben, um sich so für den Erhalt dieser steinernen Denkmale und Gedenkorte einzusetzen.






Mit einer bunten Feier wird am Sonntag, 15. September, auf dem Platz vor und in der Celler Synagoge Im Kreise der Abschluss der 5. Jüdischen Kulturtage zwischen Harz und Heide gefeiert. Das große Familienfest, das das Stadtarchiv Celle gemeinsam mit der Jüdischen Gemeinde Celle und dem Israel Jacobson Netzwerk e.V. veranstalten, trägt den Titel „Mesiba“ (Hebräisch für Feier oder Party) und lädt zum Erleben von jüdischer Geschichte und Gegenwart ein.
Vom 18. August bis zum 20. September 2024 veranstaltet das Israel Jacobson Netzwerk für jüdische Kultur und Geschichte e.V. gemeinsam mit vielen Partner:innen bereits zum fünften Mal die Jüdischen Kulturtage zwischen Harz und Heide. Unter dem Motto trotzdem jüdisch nehmen wir jüdisches Leben in Geschichte und Gegenwart in seiner großen Vielfalt in den Blick! Vorbereitet wurde ein buntes Programm für Jung und Alt.

Die Themenseite „Jüdische Frauen“ im Portal Jüdisches Niedersachsen online wurde in Kooperation mit zwei regionalen Institutionen entwickelt und umgesetzt. In Zusammenarbeit mit dem Landesfrauenrat Niedersachsen e. V. werden jene fünf frauenORTE hervorgehoben, die im Bundesland in Erinnerung an Jüdinnen bestehen. Eingeladen wird, die frauenORTE zu bereisen. Erfahren Sie beispielsweise mehr über das Wirken der Kauffrau Susanna Abraham in Nienburg/Weser oder über Dr. Paula Tobias als Landärztin in Bevern.



