Renate Wagner-Redding soll Ehrenbürgerin werden

© Renate Wagner-Redding

Vorstands- und Gründungsmitglied des IJN, Renate Wagner-Redding, soll aufgrund ihrer besonderen Verdienste um die Stadt Braunschweig das Ehrenbürgerrecht erhalten. Das schlägt Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum dem Rat zur Beschlussfassung in seiner Sitzung am 27. September vor.

Wagner-Redding ist seit 1993 ehrenamtliche Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde. Darüber hinaus ist sie im Vorstand der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, als Delegierte des Landesverbandes im Zentralrat der Juden in Deutschland, im Kuratorium der Max-Jüdel-Stiftung sowie im Ecclesia und Synagoga/Arbeitskreis Juden und Christen tätig. Bereits 2012 erhielt sie für ihr langjähriges Engagement um die jüdische Gemeinschaft und die christlich-jüdische Verständigung das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Renate Wagner-Redding wäre neben den jetzigen Ehrenbürgern Gerhard Glogowski, Richard Borek und Sally Perel nach Martha Fuchs, der 1964 die Ehrenbürgerwürde verliehen wurde, die zweite Ehrenbürgerin der Stadt Braunschweig.

30 Jahre Jüdische Gemeinde zu Oldenburg

Die Jüdische Gemeinde zu Oldenburg hat ihr 30-jähriges Bestehen gefeiert.

Das Gründungsprotokoll der Gemeinde unterschrieben 16 Menschen jüdischen Glaubens am 6. August 1992. Dies war nach der Shoa der zweite Versuch, in Oldenburg jüdisches Leben zu integrieren. Das 30-jährige Bestehen wird vom 25. August bis zum 14. September 2022 mit den „Oldenburger Jüdischen Kulturwochen“ gefeiert.

In den vergangenen Monaten hat die Gemeinde viele neue Mitglieder aufgenommen. Der Grund ist vor allem der Krieg in der Ukraine. Es seien auch Flüchtlinge jüdischen Glaubens gekommen, die sich nun am Gemeindeleben beteiligten und es bereicherten, sagte die Vorsitzende Elisabeth Schlesinger am Sonntag beim Festakt. Rabbinerin Alina Treiger erinnerte daran, dass vor 30 Jahren auch viele Menschen jüdischen Glaubens aus der ehemaligen Sowjetunion kamen und in der Gemeinde ein Stück Heimat fanden.