Jahresbericht 2025 von RIAS Niedersachsen veröffentlicht

Die Recherche und Informationsstelle Antisemitismus Niedersachsen (RIAS Niedersachsen) hat ihren neuen Jahresbericht veröffentlicht. Für das Jahr 2025 dokumentierte RIAS insgesamt 672 antisemitische Vorfälle, der höchste Stand seit Beginn der Erfassung. Damit wurden in Niedersachsen durchschnittlich 13 antisemitische Vorfälle pro Woche bekannt.

Die dokumentierten Vorfälle reichen von Beleidigungen und Bedrohungen über gezielte Sachbeschädigungen bis hin zu Angriffen auf jüdische Einrichtungen und Gedenkorte. Besonders häufig waren israelbezogene Formen des Antisemitismus. Viele Vorfälle standen im Zusammenhang mit Debatten und Mobilisierungen rund um den Nahostkonflikt.

Der Bericht zeigt zudem, dass antisemitische Vorfälle in ganz unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen stattfinden, im öffentlichen Raum, an Bildungseinrichtungen, bei Versammlungen und im digitalen Raum. Antisemitismus begegnet Jüdinnen und Juden damit weiterhin im Alltag und prägt vielerorts ihr Sicherheitsgefühl.

Mit seiner Arbeit macht RIAS Niedersachsen antisemitische Vorfälle sichtbar, stärkt Betroffene und schafft eine Grundlage für gesellschaftliche und politische Gegenmaßnahmen. Der Bericht verdeutlicht, dass Antisemitismus kein Randphänomen ist, sondern eine anhaltende gesellschaftliche Herausforderung, auch in Niedersachsen.

Hier geht’s zum vollständigen Bericht.

Ausstellung zum 75-jährigen Bestehen des Zentralrats eröffnet

Am 22.02. wurde im Städtischen Museum Braunschweig die Ausstellung „Mit eigener Stimme. 75 Jahre Zentralrat der Juden in Deutschland“ feierlich eröffnet. Noch bis zum 20. September 2026 ist die bundesweit einzigartige Schau zu sehen, die die Geschichte, die Herausforderungen und die gesellschaftliche Bedeutung des Zentralrats seit seiner Gründung beleuchtet und seine Rolle im politischen sowie kulturellen Leben Deutschlands darstellt.

Begleitend zur Ausstellung erwartet die Besucherinnen und Besucher ein interessantes Rahmenprogramm mit verschiedenen Veranstaltungen, das zusätzliche Einblicke und vertiefende Perspektiven bietet; die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Zentralrat der Juden in Deutschland sowie der Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte.