„Schreien und singen” – Dietrich Bonhoeffer und die Juden
| Gesprächskreis mit Dr. Jutta Koslowski
„Nur wer für die Juden schreit, darf auch gregorianisch singen”, soll Dietrich Bonhoeffer einmal gesagt haben – zu einer Zeit, als die nationalsozialistische Judenverfolgung bereits in vollem Gange war. Er grenzte sich damit von der hochkirchlichen liturgischen Erneuerungsbewegung der Berneuchener Gemeinschaft ab, der auch seine Verlobte Maria von Wedemeyer zugetan war. Die Referentin Dr. Jutta Koslowski ist mit zahlreichen Publikationen zu Dietrich Bonhoeffer ausgewiesene Expertin auf diesem Gebiet und beleuchtet in ihrem Vortrag, wie Bonhoeffer sowohl mit konkreten Taten als auch programmatischen Texten die sogenannte „Judenfrage” beantwortet hat. Seine Impulse wirken bis heute wegweisend im christlich-jüdischen Dialog. Dr. Jutta Koslowski hat Sozialpädagogik, Philosophie und Theologie studiert und ihre vielfältigen ökumenischen Interessen haben sie nach u.a. nach Jerusalem, Sierra Leone, Russland und Indien geführt. Nach Vikariat und Ordination als evangelische Pfarrerin hat sie ihre Forschungen zum christlich-jüdischen Dialog und zu Bonhoeffer intensiviert und war u.a. als Visiting Professor am Union |