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Braunschweigische Biographien – Max Jüdel

1. September 2026, 19:00 Uhr

Vorgestellt wird die neue Publikation „Max Jüdel. Unternehmer, Politiker, Mäzen“, die dem Leben und Wirken einer der prägendsten Persönlichkeiten der Braunschweiger Stadtgeschichte gewidmet ist. Der 1845 als Sohn eines jüdischen Kaufmanns geborene Max Jüdel hinterließ bedeutende Spuren im politischen, sozialen und kulturellen Leben Braunschweigs. Gemeinsam mit Heinrich Büssing gründete er 1873 die „Eisenbahnsignal-Bauanstalt Max Jüdel & Co.“, die im Deutschen Kaiserreich zu den größten Arbeitgebern der Stadt zählte. Jüdel war Vorreiter bei der sozialen Vorsorge für die Arbeiter in seinem Werk: Er richtete frühzeitig eine Unterstützungskasse bei Krankheit, eine Arbeiter-Pensions-Kasse und eine Witwenkasse ein. 1887 gründete er u. a. mit Albert Natalis (Grimme, Natalis & Co.) die „Braunschweiger Baugenossenschaft“, im späten Kaiserreich war Jüdel maßgeblich an der Errichtung einer Krüppel-Heil- und Pflegeanstalt – das heutige „Herzogin-Elisabeth-Hospital“ – beteiligt und rief mehrere Stiftungen ins Leben. In seinem Testament setzte er die Stadt Braunschweig als Erbin ein mit der Auflage, eine Stiftung für soziale Zwecke zu errichten. Die Technische Hochschule Braunschweig verlieh ihm 1909 die Ehrendoktorwürde.

Der Autor des Bandes, Carsten Grabenhorst, wird anwesend sein und gemeinsam mit weiteren Gästen Einblicke in das Leben Max Jüdels und die Entstehung der Biographie geben sowie Fragen aus dem Publikum beantworten.

Anmeldung erforderlich unter info[at]kulturstadt-wf.de oder Tel. 05331 9358637

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