Jahresbericht 2025 von RIAS Niedersachsen veröffentlicht

Die Recherche und Informationsstelle Antisemitismus Niedersachsen (RIAS Niedersachsen) hat ihren neuen Jahresbericht veröffentlicht. Für das Jahr 2025 dokumentierte RIAS insgesamt 672 antisemitische Vorfälle, der höchste Stand seit Beginn der Erfassung. Damit wurden in Niedersachsen durchschnittlich 13 antisemitische Vorfälle pro Woche bekannt.

Die dokumentierten Vorfälle reichen von Beleidigungen und Bedrohungen über gezielte Sachbeschädigungen bis hin zu Angriffen auf jüdische Einrichtungen und Gedenkorte. Besonders häufig waren israelbezogene Formen des Antisemitismus. Viele Vorfälle standen im Zusammenhang mit Debatten und Mobilisierungen rund um den Nahostkonflikt.

Der Bericht zeigt zudem, dass antisemitische Vorfälle in ganz unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen stattfinden, im öffentlichen Raum, an Bildungseinrichtungen, bei Versammlungen und im digitalen Raum. Antisemitismus begegnet Jüdinnen und Juden damit weiterhin im Alltag und prägt vielerorts ihr Sicherheitsgefühl.

Mit seiner Arbeit macht RIAS Niedersachsen antisemitische Vorfälle sichtbar, stärkt Betroffene und schafft eine Grundlage für gesellschaftliche und politische Gegenmaßnahmen. Der Bericht verdeutlicht, dass Antisemitismus kein Randphänomen ist, sondern eine anhaltende gesellschaftliche Herausforderung, auch in Niedersachsen.

Hier geht’s zum vollständigen Bericht.