„Drei Religionen – Gemeinsam lachen“: Interreligiöser Motivwagen beim Schoduvel in Braunschweig

„Brunswiek Helau!“

Gestern fand in Braunschweig wieder der größte Karnevalsumzug Norddeutschlands statt. Mit dabei war erneut ein interreligiöser Mottowagen unter dem Titel „Drei Religionen – gemeinsam lachen!“, der die religiöse Vielfalt in Niedersachsen sichtbar machte.
Neben christlichen und muslimischen Vertreter*innen waren auch jüdische Repräsentant*innen auf dem Wagen vertreten. Mitgefahren ist Marina Jalowaja vom Landesverband Jüdischer Gemeinden in Niedersachsen.

Der Mottowagen stand für ein respektvolles Miteinander und für die Präsenz unterschiedlicher religiöser Gemeinschaften im öffentlichen Raum – auch im Rahmen einer traditionsreichen Großveranstaltung wie dem Braunschweiger Karnevalsumzug.

Mit der Startnummer 126 zeigte der Wagen drei bekannte Schelmenfiguren auf dem Braunschweiger Löwen – bewusst verkehrt herum dargestellt:

  • Till Eulenspiegel für den christlichen Kulturkreis
  • Hersch Ostropoler für den jüdischen Kulturkreis
  • Nasreddin Hodscha für den muslimischen Kultur-kreis

Die Figuren stehen in ihren jeweiligen Traditionen für Humor und gesellschaftliche Reflexion. Die Idee für den Wagen stammt von Ehrenzugmarschall Gerhard Baller, gestaltet wurde er von Künstler Mathias Rosenbusch.

Da in diesem Jahr Aschermittwoch und der Beginn des Ramadans zusammenfallen, folgt auf den Karneval eine weitere gemeinsame Aktion: Unter dem Motto „Fasten verbindet“ startet morgen um 15 Uhr im Rathaus am Platz der Deutschen Einheit eine interreligiöse Fastentour.

Nach einem Grußwort von Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum führt die Route zur katholischen Kirche St. Aegidien, zur Fatih Moschee in der Leopoldstraße und zum Dom St. Blasii. An den Stationen werden die jeweiligen Perspektiven auf das Fasten vorgestellt und es gibt Gelegenheit zum Austausch.